Die Marinesparte Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) hat mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr einen 10-Jahres-Vertrag über „mehr als 800 Millionen Euro“ abgeschlossen. Modernisiert werden sechs U-Boote der Deutschen Marine – inklusive Antriebs-, Sensor- und Waffensysteme. Für die Thyssenkrupp-Aktie bedeutet der Großauftrag berechenbare Erlöse in einer Sparte, die bereits heute Margen über dem Konzernschnitt erzielt. Die Thyssenkrupp-Aktie konnte die 9-Euro-Marke zurückerobern, wie Sie hier sehen können.
Thyssenkrupp Aktie Chart
Thyssenkrupp-Aktie: Neustrukturierung senkt Kosten!
Parallel treibt der Vorstand den Umbau des verlustträchtigen Autoteile-Geschäfts voran. Ab 1. Oktober wird die Sparte in vier eigenständige Einheiten gegliedert; nicht-strategische Bereiche sollen Partnerschaften oder neue Eigentümer erhalten. Geplant sind darüber hinaus 1.800 Stellenstreichungen und jährliche Kosteneinsparungen von über 150 Millionen Euro bis spätestens Geschäftsjahr 2026/26.
Ziel ist, Teile der Automotive-Division mittelfristig an den Kapitalmarkt zu bringen. Die Thyssenkrupp-Aktie gewinnt damit klarere Strukturen und die Option auf externe Bewertungskatalysatoren.
Bilanzpuffer, Auftragsbuch und Bewertung im Vergleich!
Mit dem U-Boot-Deal wächst der Auftragsbestand der Marinesparte auf gut 16,1 Milliarden Euro. Nach Schätzungen könnten sich konzernweit die vertraglich gesicherten Erlöse inzwischen auf mehr als 45 Milliarden Euro summieren. Doch das ist nur eine Schätzung. Die Liquidität aus dem Marineauftrag federt den Cash-Abfluss im Stahlgeschäft ab und schafft Spielraum für weitere Effizienzprogramme.
Beim aktuellen Kurs von rund 9,10 Euro wird die Thyssenkrupp-Aktie mit dem 10-Fachen des für 2026 erwarteten Ergebnisses gehandelt – ein Abschlag zu deutschen Vergleichstiteln im Maschinen- und Rüstungsbau. Sollten die Kostenziele erreicht und zusätzliche Marineprojekte wie der geplante Spin-off von TKMS realisiert werden, dürfte die Bewertungslücke schrittweise schrumpfen.
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