Thyssenkrupp nucera hat am Donnerstag für Kutch Chemical Industries eine Chlor-Alkali-Anlage im indischen Gujarat in Betrieb genommen. Nach Angaben der Tochter verfügt die Anlage über eine jährliche Produktionskapazität von 220.000 Tonnen Natronlauge. Damit ist das Projekt für den Kunden in die Betriebsphase eingetreten.
Anlagenbau und Wasserstoffversorgung
Bei Thyssenkrupp Steel Europe ist die Inbetriebnahme der Direktreduktionsanlage für Grünstahl in Duisburg dagegen für 2029 statt ursprünglich 2027 vorgesehen. Medienberichten zufolge begründete das Unternehmen die Verschiebung mit der Engineeringphase und erklärte zugleich, dass die Verzögerung das Projekt nicht verteuere.
Für die langfristige Versorgung dieser Anlage bereitet Thyssenkrupp Steel nach eigenen Angaben eine neue Wasserstoffausschreibung vor. Der geänderte Förderbescheid für das Dekarbonisierungsprojekt tkH2Steel ist bestandskräftig geworden.
Medienberichten zufolge ist grüner Wasserstoff noch nicht ausreichend verfügbar und zudem nicht wettbewerbsfähig bepreist. Damit betrifft die Berichterstattung neben dem Baufortschritt auch die künftige Versorgung der geplanten Grünstahlproduktion.
Lohnforderung und nächster Berichtstermin
Für die nordwestdeutsche Stahlindustrie hat die Tarifkommission der IG Metall am Dienstag eine Forderung nach 5 Prozent mehr Lohn und Gehalt beschlossen. Die geforderte Laufzeit beträgt zwölf Monate. Es handelt sich um eine Forderung für die Stahlbranche, nicht ausschließlich für Thyssenkrupp, und nicht um einen vereinbarten Tarifabschluss.
Die Aktie schloss gestern bei 11,86 € und damit in einem Nachrichtenumfeld aus abgeschlossenem Anlagenprojekt, verzögertem Grünstahlvorhaben und neuer Lohnforderung.
Am 8. Dezember 2026 stehen bei Thyssenkrupp die Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2025/2026 und die Jahres-Pressekonferenz an.
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