ThyssenKrupp-Aktie: Moderates Upgrade!

Barclays erhöht das Kursziel für ThyssenKrupp leicht, bewertet die Aktie jedoch weiterhin negativ. Die Stahlsparte bleibt ein Problem, während die Rüstungsgeschäfte für Zuversicht sorgen.

Auf einen Blick:
  • Kursziel steigt von 9 auf 9,50 Euro
  • Einstufung bleibt bei 'Underweight'
  • Stahlgeschäft weiterhin mit Schwierigkeiten
  • Rüstungssparte stützt die Aktienperformance

Die Analysten der britischen Investmentbank Barclays haben sich kürzlich mit dem europäischen Stahlsektor beschäftigt. Die Berichtssaison sei dabei bislang mehr oder weniger im Rahmen der Erwartungen verlaufen, heißt es. Immerhin bedeutet das auch, dass es keine unangenehmen Überraschungen gab. Zudem erkennen die Experten Hinweise auf mögliche Erleichterungen.

Vorteile durch Maßnahmen der EU zum Eindämmen von chinesischem Stahl würden sich zwar voraussichtlich erst gegen Ende des Jahres ergeben. Dafür seien aber schon früher höhere Gewinne aufgrund von Strompreiskompensationen zu vermuten. All diese Erkenntnisse dienen dann auch einer neuen Einschätzung bezüglich der Aktie von ThyssenKrupp.

ThyssenKrupp: Es bleibt beim negativen Ausblick

Jener trauen die Börsenprofis nun etwas mehr zu und das Kursziel steigt von 9 auf 9,50 Euro. Letzteres liegt allerdings noch deutlich unter den letzten Schlusskursen. Folgerichtig bleibt die Einschätzung auf „Underweight“ und es wird weiterhin mit Abschlägen gerechnet. Trotz Upgrade beim Kursziel sind das eher nicht die Neuigkeiten, welche sich Anleger erhofft haben dürften.

Die Aktie von ThyssenKrupp reagierte entsprechend und gab im frühen Handel am Donnerstag um 2,2 Prozent auf 10,50 Euro nach. Im Chart bleibt damit auf Jahressicht ein recht positives Bild. Dabei zehrt die Thyssenkrupp-Aktie allerdings vor allem von hübschen Aussichten im Rüstungssektor, auch nach der Abspaltung von TKMS, woran der Konzern einen Anteil von 51 Prozent hält.

Thyssenkrupp Aktie Chart

Es kriselt weiter

Die Stahlbranche hingegen bleibt auch weiterhin eher ein Sorgenkind von ThyssenKrupp. Erleichterung erhoffen die Anleger sich von einem möglichen Verkauf an das indische Jindal Steel. Das Vorhaben scheint jüngsten Medienberichten zufolge aber etwas ins Stocken gekommen zu sein und die Vorfreude hat sich wieder deutlich eingetrübt. Auch dadurch bedingt ist das 52-Wochen-Hoch bei 12,48 Euro doch in einige Entfernung gerückt.

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