Auch die Thyssenkrupp-Aktie konnte sich am Montagvormittag dem schwachen Marktumfeld infolge des Iran-Kriegs nicht entziehen. Der Industrie-Titel verzeichnete ein Minus von 2,2 % auf 10,3 Euro (Stand: 02.03.2026, 10:15 Uhr).
Derweil hat der Konzern eine interessante Meldung in Sachen Automation und KI veröffentlicht. Demnach wird der Konzern neues Mitglied der Innovationsplattform IPAI (Innovation Park Artificial Intelligence) in Heilbronn.
Thyssenkrupp-Aktie: Zugang zu Industrieautomatisierung und KI
Die Sparte thyssenkrupp Automotive Body Solutions soll sich durch den Beitritt strategisch neu ausrichten – vom klassischen Anlagenbauer und Serienfertiger hin zu einem Anbieter smarter, KI‑gestützter Fertigungslösungen. Spartenchef Falk Nüßle spricht von einem „wichtigen Meilenstein“, weil die Kombination aus industrieller Erfahrung und dem Zugang zu einem europäischen KI‑Ökosystem die nächste Entwicklungsstufe der Produktion ermöglichen werde.
Über IPAI erhält das Unternehmen frühzeitigen Zugang zu neuen KI‑Technologien und Forschungsansätzen, kann sich mit Partnern aus Industrie, Wissenschaft und Technologie vernetzen und Reallabore sowie Lern‑ und Entwicklungsangebote nutzen.
Schon heute setzt thyssenkrupp Automotive Body Solutions selbstlernende Bildverarbeitung ein, die Oberflächenfehler an Karosseriebauteilen direkt in der Fertigung erkennt. Parallel testet das Unternehmen KI‑basierte akustische Überwachungssysteme, die beim Schweißen Qualitätsabweichungen in Echtzeit identifizieren. Diese Anwendungen sollen künftig breiter ausgerollt und in neue Fertigungskonzepte integriert werden.
Thyssenkrupp-Aktie: Automationsgeschäft soll von Autobranche unabhängiger werden
Im Rahmen der Strategie „reboot“ plant die Thyssenkrupp-Sparte zudem, ihre Rolle als Partner für intelligente, kollaborative Robotik auszubauen, ihre Marktposition in den USA und Südostasien zu stärken und neue Kundensegmente jenseits der Automobilindustrie zu erschließen.
Zur Einordnung: Die thyssenkrupp Automotive Body Solutions ist Teil des Konzernsegments Automotive Technology der Thyssenkrupp AG. Thyssenkrupp hatte 2025 in seinem Automationsgeschäft etliche Stellen gestrichen, vor allem wegen der strauchelnden Fahrzeugindustrie. Dass sich der Konzern mit seinen Industrielösungen nun etwas von der Autobranche entkoppeln will, könnte ihm perspektivisch zugutekommen.
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