Der Konzern steht offenbar vor einer wichtigen Entscheidung. Thyssenkrupp prüft den Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an der Wälzlagersparte Rothe Erde. Das berichteten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag. Die Nachricht kommt nicht völlig überraschend, denn die Essener erhalten nach eigenen Angaben regelmäßig Angebote für verschiedene Transaktionsmöglichkeiten.
Konkret geht es um rund 30 % der Anteile an Rothe Erde. Die Sparte, die zum Geschäftsbereich Thyssenkrupp Decarbon Technologies gehört, könnte dabei mit etwa 1,5 Milliarden Euro bewertet werden. Das entspricht umgerechnet rund 1,8 Milliarden Dollar. Für einen Konzern, der sich seit Jahren in der Umstrukturierung befindet, wäre das ein nicht zu unterschätzender Betrag.
Profitable Sparte lockt Interessenten an
Thyssenkrupp selbst äußerte sich vorsichtig zu den Spekulationen. In einer offiziellen Stellungnahme hieß es, Rothe Erde sei ein profitables Unternehmen und ein interessantes Asset innerhalb des Konzerns. Deshalb würden regelmäßig Angebote für verschiedene Transaktionsmöglichkeiten eingehen. Man halte alle Optionen offen und prüfe die jeweiligen Angebote, so der Konzern weiter.
Diese Formulierung lässt durchaus Spielraum für Interpretationen. Einerseits wird die Profitabilität der Sparte betont, andererseits macht man keinen Hehl daraus, dass man grundsätzlich verkaufsbereit ist. Die Frage ist nur: Zu welchem Preis und unter welchen Bedingungen? Ein Teilverkauf würde Thyssenkrupp einerseits frisches Kapital bringen, andererseits aber auch die Kontrolle über eine profitable Einheit behalten.
Für Anleger bleibt abzuwarten, wie schnell sich hier konkrete Entwicklungen ergeben. Die Bewertung von 1,5 Milliarden Euro klingt ambitioniert, zeigt aber auch, dass Rothe Erde offenbar ein begehrtes Asset ist. Sollte der Deal zustande kommen, könnte das der Aktie neuen Schwung verleihen.
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