Thyssenkrupp Aktie: Duisburger Direktreduktionsanlage startet erst 2029

Symbolbild, KI-generiert

Die Duisburger Direktreduktionsanlage soll erst 2029 starten; die LBBW reduzierte ihr Kursziel bei unveränderter Kaufempfehlung auf 18 Euro.

Auf einen Blick:
  • Anlage in Duisburg startet voraussichtlich 2029
  • LBBW senkt Kursziel auf 18 Euro
  • Förderbescheid für tkH2Steel ist bestandskräftig
  • 400 Beschäftigte beteiligen sich am Warnstreik

Bei Thyssenkrupp beginnt heute die Handelssperrzeit für Organmitglieder und weitere Personen mit Führungsaufgaben. Nach dem Unternehmenskalender läuft sie bis zum 8. Dezember. Für diesen Tag hat der Konzern auch die Veröffentlichung seines Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2025/2026 angekündigt.

Jahresbericht und gesenktes Kursziel

Zum angekündigten Berichtstermin sieht der Kalender außerdem eine Bilanzpressekonferenz sowie eine Telefonkonferenz für Analysten und Investoren vor. Die Veröffentlichung des Konzern-Jahresfinanzberichts hatte Thyssenkrupp bereits am 29. Oktober per Pflichtmitteilung angekündigt.

Medienberichten zufolge senkte die Landesbank Baden-Württemberg am Mittwoch ihr Kursziel für Thyssenkrupp von 19 € auf 18 €. Die Einstufung „Kaufen“ bestätigte das Analysehaus dabei. Die Anpassung betraf damit das Kursziel, nicht die Anlageempfehlung.

Verzögerung beim Stahlprojekt

Thyssenkrupp Steel Europe bestätigte am Freitag, dass die Direktreduktionsanlage für klimaschonenden Stahl in Duisburg erst 2029 statt ursprünglich 2027 in Betrieb gehen soll. Als wesentlichen Grund nannte ein Unternehmenssprecher laut dpa-AFX die Engineeringphase. Der spätere Start geht dem Bericht zufolge auch aus einem Dokument der EU-Kommission hervor.

Das Projekt kostet rund 3 Milliarden Euro und wird mit bis zu 2 Milliarden Euro staatlichen Fördermitteln unterstützt. Thyssenkrupp Steel hatte Ende Oktober mitgeteilt, dass der geänderte Förderbescheid für das Dekarbonisierungsprojekt tkH2Steel bestandskräftig sei.

Die angepassten Förderauflagen berücksichtigen nach Unternehmensangaben einen flexibleren, schrittweisen Hochlauf des Wasserstoffanteils. Thyssenkrupp Steel bereitet dazu eine neue Wasserstoffausschreibung vor.

Auch bei Thyssenkrupp Rasselstein gab es am Dienstag eine Warnstreikaktion. Laut IG Metall legten insgesamt 400 Beschäftigte mehrerer Betriebe in Andernach kurzzeitig die Arbeit nieder. Die Aktion begann vor dem Werkstor von Rasselstein.

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