Nach einem massiven Rutsch noch am Donnerstag hat sich die Aktie von Thyssenkrupp am Freitag mit dem Gewinn von rund 6,6 % sehr kräftig aufwärts geschoben. Am Montag geht es mit weiteren 1,78 % Plus noch einmal aufwärts. Die Notierungen erreichten nun sogar 13,94 Euro als Zwischenetappe. So sind Kurse von derzeit 13,66 Euro weiterhin klar mit einem absoluten Aufwärtstrend assoziiert. Die Notierungen liegen wieder 8,6 % über der 100-Tage-Linie.
Dies ist ein wichtiger mittelfristiger Trendindikator. Wenn Thyssenkrupp noch einige Prozentpunkte verloren hätte, würde die Aktie aus technischer Sicht klar in den Abwärtstrend geraten.
Das wiederum könnte Einfluss auf die Bewertung durch Algorithmen haben. Diese orientieren sich bisweilen an solchen Indikatoren. Ein Unterschreiten der entsprechenden Trendlinie wäre deshalb ein Signal für weitere mögliche Verluste.
Thyssenkrupp: Sie bleibt aktuell doch im Rennen
Man darf allerdings davon ausgehen, dass hier zumindest teilweise nur Gewinne mitgenommen werden. Schließlich hat Thyssenkrupp seit dem Sommer deutlich zugelegt.
Noch vor rund vier Monaten notierte das Papier bei etwa 10 Euro. Anschließend kletterte die Aktie in der Spitze auf über 15 Euro. Nun wurden offenbar Gewinne realisiert.
Der Donnerstag brachte jedenfalls keine besonders schwerwiegenden negativen Nachrichten mit sich. Ganz im Gegenteil: Ein Analyst von Baader Europe hat das Kursziel für Thyssenkrupp sogar auf 15,50 Euro erhöht. Die Börse reagierte darauf allerdings nicht positiv.
Apple Aktie Chart
Auch die bevorstehende Börsenemission sollte die Stimmung eigentlich verbessern. Thyssenkrupp arbeitet weiterhin daran, sich zu einer modernen Holding-Struktur zu entwickeln, statt wie früher vor allem als Stahlunternehmen wahrgenommen zu werden.
Die Werkstoffsparte TK Accelis soll offensichtlich schon bald an die Börse gehen. Zudem gibt es inzwischen Übernahmegerüchte rund um die frühere Aufzugstochter TK Elevator.
Insofern sollte es eigentlich genügend Stoff für positive Schlagzeilen geben. Am 28. Oktober 2026 soll TK Accelis tatsächlich an die Börse gebracht werden. Im Rahmen einer Abspaltung sollen 49 % der Aktien an die Thyssenkrupp-Aktionäre ausgegeben werden. Die übrigen 51 % bleiben beim Mutterkonzern. Dies wird generell von Analysten positiv bewertet.
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