The Trade Desk baut die Führungsetage radikal um. Mitten in einer schwachen Kursphase besetzt der Werbespezialist strategische Schlüsselpositionen neu. Der Kurs sank am Dienstag auf 15,96 Euro. Das entspricht einem Minus von über zwei Prozent im Vergleich zum Vortag.
Fokus auf das zweite Quartal
Im August stehen die Zahlen zum zweiten Quartal an. Analysten erwarten einen Gewinn von 0,22 US-Dollar je Aktie. Das entspräche einer Steigerung von rund 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Trotz dieser Wachstumserwartung lastet die Kursentwicklung der letzten Monate schwer auf der Stimmung.
Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 50 Prozent an Wert verloren. Anleger reagieren entsprechend sensibel auf die personellen Veränderungen kurz vor dem Quartalsbericht. Der Markt wartet auf Signale für eine Stabilisierung des Geschäftsmodells.
Personal-Offensive im Vertrieb
Der Konzern baut seine Vertriebsstruktur grundlegend um. Neue Top-Manager von Amazon, Google und NBCUniversal verstärken das Team. Ron Lamprecht übernimmt als Chief Business Development Officer künftig die strategischen Partnerschaften. Er soll die globalen kommerziellen Modelle des Unternehmens weiterentwickeln.
Kristi Argyilan leitet derweil die Bereiche Retail Media und Datenpartnerschaften. Hinzu kommt Vinny Rinaldi als Verantwortlicher für die Kundenstrategie. Die Neubesetzungen folgen auf eine Phase hoher Fluktuation in der Führungsebene. Das Unternehmen möchte so das zuletzt abgekühlte Wachstum wieder beschleunigen.
Analysten sehen Aufwärtspotenzial
Das Umsatzwachstum verlangsamte sich im vergangenen Quartal auf zwölf Prozent. Experten halten dennoch mehrheitlich an ihren Kaufempfehlungen fest. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 25,60 US-Dollar. Das impliziert eine deutliche Erholung vom aktuellen Niveau.
Institutionelle Investoren wie Mediolanum International Funds nutzten die niedrigen Kurse zuletzt für Zukäufe. Der Quartalsbericht im August wird klären, ob die personelle Neuausrichtung operativ greift. Investoren achten dabei besonders auf die Entwicklung der Margen und das Neukundengeschäft.
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