Starke strategische Allianzen treffen auf einen massiven Kursverfall. Während The Trade Desk operativ bei Großkunden punktet, schicken Anleger die Aktie auf Talfahrt. Das Papier markierte am Donnerstag bei 17,27 Euro ein neues Jahrestief.
Rückkehr der Großkunden
Das Unternehmen meldet einen Zuwachs von 55 Prozent bei seinen strategischen Partnerschaften. Das Neugeschäft legte im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent zu. Ein wichtiger Erfolg ist die Rückkehr eines großen Pharmakonzerns, der zuvor Werbebudgets zu Amazon verlagert hatte.
Dieser Kunde plant, seine Ausgaben auf der Plattform bis 2026 um 114 Prozent zu steigern. Solche Abschlüsse unterstreichen den Trend zu unabhängigen Werbeplattformen. Werbetreibende suchen verstärkt Alternativen zu den geschlossenen Ökosystemen der großen Tech-Konzerne.
Cashflow schlägt Bilanzgewinn
Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 12 Prozent auf 689 Millionen Dollar. Der Nettogewinn sank jedoch auf 40 Millionen Dollar. Die Nettomarge schrumpfte damit auf sechs Prozent. Dem steht ein starker freier Cashflow von 829 Millionen Dollar im Zwölfmonatszeitraum gegenüber.
Ein negativer Accrual-Wert deutet darauf hin, dass die tatsächliche Ertragskraft über dem bilanzierten Gewinn liegt. Das Management nutzte die Liquidität für Aktienrückkäufe im Wert von 164 Millionen Dollar. Weitere 327 Millionen Dollar stehen für künftige Rückkäufe bereit. Parallel dazu verlässt Strategiechef Seth Jacobson das Unternehmen in Richtung OpenAI.
Vorsichtiger Ausblick belastet
Das makroökonomische Umfeld belastet derzeit die Budgets der Werbekunden. Dennoch sieht das Management den adressierbaren Gesamtmarkt für digitale Werbung bei über einer Billion Dollar. Das Unternehmen setzt verstärkt auf Wachstumsfelder wie Connected TV und Retail Media, um die Schwäche in traditionellen Segmenten auszugleichen.
Für das zweite Quartal stellt The Trade Desk einen Umsatz von mindestens 750 Millionen Dollar in Aussicht. Das entspräche einem Wachstum von acht Prozent. Dieser vorsichtige Ausblick spiegelt den anhaltenden Wettbewerbsdruck durch integrierte Plattformen wider.
Analysten bewerten die Aktie derzeit im Konsens mit „Hold“. Der Markt gewichtet das Wachstum der Partnerschaften gegen die kurzfristigen Herausforderungen bei der Profitabilität. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits rund 46 Prozent an Wert verloren.
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