The Trade Desk-Aktie: Das Messer fällt weiter!

Die The Trade Desk-Aktie setzte mit einem Kursverlust von sechs Prozent ihren jüngsten Sinkflug fort und fiel auf ein neues 5-Jahrestief. Was zieht den Kurs immer tiefer in den Keller?

Auf einen Blick:
  • Werbeholding Omnicom überprüft Gebührenpraktiken
  • Publicis stellt Zusammenarbeit auf den Prüfstand
  • Sorgen vor abflauendem Wachstum und mehr Wettbewerb

Für die The Trade-Aktionäre kommt es immer bitterer. Die Aktie des Adtech-Unternehmens setzte mit einem Kursverlust von sechs Prozent ihren jüngsten Sinkflug fort und fiel auf ein neues 5-Jahrestief. Was zieht die The Trade Desk-Aktie immer tiefer in den Kurskeller?

Die nächste Hiobsbotschaft

Der unmittelbare Auslöser für den Kurssturz am heutigen Tag war ein Bericht in der Fachzeitschrift Ad Age. Demnach hat die große Werbeholding Omnicom eine externe Prüfung der Gebührenpraktiken von The Trade Desk eingeleitet. Anleger reagierten darauf mit großer Verunsicherung, da solche Prüfungen das Vertrauen in das Geschäftsmodell und die Transparenz der Plattform belasten können.

Dieser neue Bericht folgt auf eine bereits angespannte Stimmung, nachdem die Publicis Groupe in der vergangenen Woche die Zusammenarbeit mit The Trade Desk aufgrund von Vorwürfen bezüglich versteckter Gebühren auf den Prüfstand gestellt hatte. Dieser Vertrauensverlust durch zwei große Branchenakteure innerhalb kurzer Zeit hat den Verkaufsdruck auf die The Trade Desk-Aktie massiv erhöht.

The Trade Desk steht ohnehin unter Beobachtung, da das Unternehmen versucht, das Verhältnis zwischen Werbeagenturen und Markenherstellern (den Kunden der Agenturen) zu verändern. Das Werbetechnologieunternehmen strebt eine direktere Zusammenarbeit mit den Markenunternehmen an, was zu Spannungen mit den etablierten Agentur-Holdings führt.

Nicht in das Messer greifen!

Neben den aktuellen Nachrichten gibt es bei Investoren bereits seit Längerem Sorgen über eine Abschwächung des Wachstums und einen intensiveren Wettbewerb im Ad-Tech-Bereich. Die The Trade Desk-Aktie bleibt vor diesem Hintergrund ein fallendes Messer, in das man bekanntermaßen besser nicht greifen sollte.

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