The Trade Desk steht vor einem unruhigen Sommer. Während sich die Aktie zuletzt stabilisierte, trüben skeptische Analystenstimmen das Bild. Das anstehende Quartalsergebnis wird zur Zerreißprobe für den Werbetechnologie-Spezialisten.
BofA Securities bleibt bei ihrer skeptischen Haltung. Die Experten bestätigten ihr „Underperform“-Rating und sehen den fairen Wert bei 18 US-Dollar. Sie erwarten ein schwieriges Übergangsquartal mit gedämpften Erwartungen.
Parallel dazu haben zahlreiche Analysten ihre Gewinnschätzungen bereits nach unten korrigiert. Im Fokus steht die Frage, ob das Unternehmen das Tief beim Umsatzwachstum bald hinter sich lässt. Die strukturellen Herausforderungen am Markt bleiben bestehen.
Die Kursentwicklung gleicht einem Desaster. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie fast 48 Prozent an Wert. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von über 73 Prozent zu Buche.
Ende Juni markierte das Papier bei rund 15 Euro ein neues Jahrestief. Seitdem erholte sich der Kurs leicht auf 16,80 Euro. Der Titel notiert weiterhin 42 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Die Schwankungsbreite bleibt mit jährlich 57 Prozent extrem hoch. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 20 liegt das Unternehmen zwar unter dem Branchenschnitt der Medienindustrie. Die künftige Entwicklung der Margen bleibt für Anleger das zentrale Risiko.
Das Management muss nun beweisen, dass die Talsohle beim Umsatzwachstum durchschritten ist. Die Veröffentlichung der Zahlen zum zweiten Quartal bildet hierfür den entscheidenden Termin. Ein Verfehlen der reduzierten Erwartungen würde den zaghaften Erholungsversuch beenden.
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