Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock hat eine signifikante Beteiligung an The Trade Desk offengelegt. Wie aus einer am gestrigen Montag eingereichten Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, hielt der Finanzkonzern zum Stichtag 30. September 2026 insgesamt 48.984.658 Class-A-Aktien des Werbetechnologie-Spezialisten. Dies entspricht einem Anteil von 11,4 Prozent an dieser Anteilsklasse.
Den Angaben zufolge verfügt BlackRock über die alleinigen Stimmrechte bei 48.046.402 Papieren sowie die alleinige Verfügungsberechtigung über die gesamte gemeldete Aktienposition. Zudem hält der börsengehandelte Indexfonds iShares Core S&P Small-Cap ETF eine Beteiligung von mehr als fünf Prozent an den ausstehenden Stammaktien des Unternehmens.
Operative Wachstumsdelle drückt auf das Geschäft
Die Offenlegung fällt in eine für das Unternehmen operative Schwächephase. The Trade Desk leidet unter einer spürbaren Verlangsamung der Dynamik.
Im zweiten Quartal kletterte der Umsatz nur noch um drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 715,06 Millionen US-Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 752,41 Millionen US-Dollar gerechnet.
Gleichzeitig geriet die Profitabilität unter Druck. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag im zweiten Quartal bei 0,34 US-Dollar, nach einer Konsensprognose von 0,40 US-Dollar.
Unter dem Strich gab das operative Ergebnis von 116,8 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf 101,6 Millionen US-Dollar nach. Ausbauprojekte wie die Integration von Gesundheitswerbung über die Plattform OpenPath konnten diese Verlangsamung zuletzt nicht kompensieren.
Zurückhaltende Einstufungen an der Wall Street
Die schwächeren Fundamentaldaten spiegeln sich auch in den Einschätzungen der Analysten wider. Das Analysehaus Moffett Nathanson zeigt sich besonders vorsichtig.
Am Markt spiegelt sich diese Skepsis seit Monaten wider. Die Aktie von The Trade Desk notierte gestern zum Handelsschluss bei 10,68 Euro und verzeichnet seit Jahresanfang einen Rückgang von 67 Prozent. Ob die Großbeteiligung von BlackRock dem Papier nachhaltige Stabilität verleihen kann, hängt maßgeblich davon ab, ob The Trade Desk in den kommenden Quartalen wieder an frühere Wachstumsraten anknüpfen kann.
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