Ein digitaler Werbespezialist verliert 72 Prozent in zwölf Monaten. Die Aktie von The Trade Desk ist förmlich eingebrochen — und notiert jetzt auf dem niedrigsten Niveau seit 2022. Am Freitag schloss sie bei 16,19 Euro, immerhin ein Tagesplus von gut sechs Prozent.
Doch der kurze Hoffnungsschimmer ändert nichts am Gesamttrend. Seit Jahresbeginn fehlen 49,6 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 77,60 Euro ist der Titel fast 80 Prozent entfernt.
Die Kehrseite des Booms
In der Corona-Phase zahlten Anleger teilweise das 135-fache des erwarteten Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Diese Fantasie ist verflogen. Heute liegt das EV/EBITDA bei rund 10,5 — eine drastische Neubewertung.
Das operative Geschäft läuft dagegen solide. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um zwölf Prozent auf 689 Millionen Dollar. CEO Jeff Green kaufte im Februar Aktien für 148 Millionen Dollar — ein starkes Signal aus dem eigenen Haus.
Makro-Schleier und Analysten
Analysten sehen den fairen Wert im Schnitt bei 24 Dollar je Aktie. Langfristige Modelle rechnen für 2030 mit rund 25 Dollar. Das wäre eine annualisierte Rendite von etwa sieben Prozent.
Der breitere Tech-Sektor steht unter Druck. Institutionen wie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich warnen vor den Risiken hoher Investitionen in KI-Infrastrukturen. Trade Desk profitiert zwar von einem boomenden Werbemarkt.
Doch die Stimmung bleibt angespannt. Der aktuelle RSI von 43 deutet auf leichte Überverkäufe hin. Das 52-Wochen-Tief bei 14,99 Euro liegt nah — nur acht Prozent unter dem aktuellen Kurs.
Ein Test dieser Marke ist nicht ausgeschlossen. Die Unsicherheit bleibt hoch. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob die fundamentale Wende schneller kommt als der nächste Ausverkauf.
Trade Desk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Trade Desk-Analyse vom 28. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Trade Desk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Trade Desk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
