Teva Aktie: Neuer Biosimilar-Deal

Teva erwirbt exklusive globale Rechte an einem Biosimilar zu Roches MS-Blockbuster Ocrevus und stärkt so seine Wachstumsstrategie.

Auf einen Blick:
  • Exklusive Vermarktungsrechte für Ocrevus-Nachahmer
  • Partnerschaft mit Polpharma Biologics
  • Zugang zu Milliardenmarkt bei Multipler Sklerose
  • Teil der Pivot-to-Growth-Strategie

Teva greift bei einem der lukrativsten Multiple-Sklerose-Medikamente an. Der Konzern hat sich exklusive globale Vermarktungsrechte für einen Biosimilar-Kandidaten zu Ocrevus gesichert – jenem Wirkstoff, der bislang fest in der Hand von Roche liegt. Der Deal mit dem Schweizer Biotech-Unternehmen Polpharma Biologics könnte Tevas Biosimilar-Sparte ein deutliches Wachstumsfeld eröffnen.

Aufgabenteilung zwischen den Partnern

Die Rollen sind klar verteilt. Polpharma Biologics bleibt für Entwicklung und Herstellung des Kandidaten verantwortlich, der sowohl als Infusion wie auch als subkutane Spritze auf den Markt kommen soll. Teva übernimmt dagegen die regulatorischen Zulassungsverfahren und – nach erfolgter Genehmigung – die Vermarktung in den USA, Europa sowie in Brasilien, Kanada, Australien, Neuseeland, Israel und der Türkei.

Ocrelizumab, der Wirkstoff hinter Ocrevus, zielt auf bestimmte Immunzellen ab, die bei Multipler Sklerose eine zentrale Rolle spielen. Das Original wird von Genentech und Roche vertrieben und zählt zu den umsatzstärksten MS-Therapien überhaupt. Ein erfolgreicher Biosimilar-Markteintritt würde Teva Zugang zu einem Milliardenmarkt verschaffen, sobald die regulatorischen Hürden genommen sind.

Teil einer größeren Strategie

Der Schritt passt zur „Pivot to Growth“-Strategie, mit der Teva sein Portfolio über Kooperationen gezielt ausbaut. Statt komplett eigenständig zu entwickeln, setzt der Konzern verstärkt auf externe Partnerschaften, um sein Biosimilar-Angebot zu erweitern. Teva bringt dabei seine globale Vertriebsstärke und Erfahrung mit komplexen Arzneimitteln ein, Polpharma Biologics die technische Entwicklungskompetenz.

Bis zur Marktreife ist es allerdings noch ein weiter Weg – der Kandidat muss zunächst die Zulassungsverfahren in den jeweiligen Regionen durchlaufen. Wann mit einer Genehmigung zu rechnen ist, ließ keines der beteiligten Unternehmen bislang verlauten.

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