Tesla vor Gericht!

Ein US-Gericht lässt Klage gegen Tesla wegen angeblicher Diskriminierung amerikanischer Bewerber zu – Anleger sollten die Risiken im Blick behalten.

Auf einen Blick:
  • Kläger: US-Bewerber benachteiligt
  • Richter skeptisch
  • Fall geht weiter

Ein US-Gericht lässt eine Klage gegen Tesla wegen angeblicher Diskriminierung amerikanischer Bewerber zu. Kläger Scott Taub wirft dem E-Autobauer vor, bewusst ausländische Arbeitskräfte einzustellen, um Lohnkosten zu senken. Die Klage betrifft vor allem technische Positionen, bei denen Tesla laut Taub gezielt H-1B-Visa-Inhaber bevorzugt.

Info: H-1B-Visa sind US-Arbeitsvisa für Fachkräfte, die in speziellen Berufen wie IT, Ingenieurwesen oder Wissenschaft arbeiten wollen. Sie erlauben ihnen zeitlich befristet in den USA zu arbeiten, oft über 3 Jahre, verlängerbar auf bis zu 6 Jahre.

Der zuständige Richter in San Francisco betont, dass Taub genug Fakten vorgelegt hat, damit der Fall weiter untersucht wird. Gleichzeitig äußert er Zweifel, dass die Klage tatsächlich Erfolg haben wird.

Ein zweiter Kläger, HR-Spezialistin Sofia Brander, scheiterte zunächst mit ihrer Klage, da ihre Behauptungen zur Bevorzugung ausländischer Mitarbeiter im Personalbereich als wenig glaubhaft gelten. Sie erhält zwei Wochen Zeit, um ihre Vorwürfe zu präzisieren.

Tesla Aktie Chart

Das ist der Hintergrund der Klage!

Tesla beschäftigte 2024 rund 1.355 H-1B-Visa-Inhaber, während über 6.000 US-Bürger entlassen wurden. Kritiker sehen darin eine systematische Bevorzugung von ausländischen Fachkräften. Der Richter weist jedoch darauf hin, dass die nackten Zahlen keinen eindeutigen Beweis liefern, dass Amerikaner aktiv benachteiligt wurden. Tesla weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet die Klage als „absurd“.

Die Debatte fällt in eine Phase, in der US-Präsident Donald Trump neue Gebühren auf H-1B-Visa erhoben hat, um US-Arbeitsplätze zu schützen. Das Thema internationale Fachkräfte versus heimische Arbeitskräfte sorgt damit für politischen wie wirtschaftlichen Druck auf Unternehmen wie Tesla.

Für Anleger bleibt die Situation heikel

Rechtliche Streitigkeiten und negative Schlagzeilen können kurzfristig die Aktie belasten. Langfristig hängt viel davon ab, wie das Unternehmen mit Vorwürfen, regulatorischen Änderungen und dem Arbeitsmarktumfeld umgeht. Tesla steht erneut im Fokus – nicht nur wegen Innovation, sondern auch wegen US-Politik und Arbeitsrecht.

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