Tesla Aktie: UBS hebt Kursziel auf 442 Dollar

UBS erhöht Tesla-Kursziel auf 442 Dollar nach Rekordauslieferungen. Robotaxi-Pläne und Optimus-Produktion rücken in den Fokus.

Auf einen Blick:
  • Rekord bei Auslieferungen im zweiten Quartal
  • UBS erhöht Kursziel auf 442 US-Dollar
  • Robotaxi-Tests in Austin gestartet
  • Optimus-Produktion in Fremont vorbereitet

Die Investmentbank UBS hat ihre Einschätzung für Tesla deutlich nach oben korrigiert und das Kursziel von 364 US-Dollar auf 442 US-Dollar angehoben. Hintergrund der Neubewertung sind die jüngst gemeldeten Rekordauslieferungen des Elektroautobauers für das zweite Quartal 2026. Mit 480.126 ausgelieferten Fahrzeugen übertraf das Unternehmen die Markterwartungen von 406.600 Einheiten deutlich. Auch die Produktion erreichte mit 451.758 Einheiten ein hohes Niveau, wobei das Segment Model 3 und Model Y mit 467.762 Auslieferungen das Rückgrat des Geschäfts bildete.

An der Börse spiegelte sich die positive Nachrichtenlage zuletzt in einer stabilen Tendenz wider. Der Schlusskurs am Freitag lag bei 357,00 €, was einem leichten Tagesplus von 0,35 % entspricht. Damit notiert das Papier 0,43 % über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 355,47 €, bleibt jedoch mit einem Abschlag von 0,52 % knapp unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 358,85 €. Seit Jahresbeginn weist die Aktie ein Minus von 4,52 % auf, während sie auf Sicht von zwölf Monaten ein deutliches Plus von 34,79 % verzeichnet. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 424,10 € beträgt aktuell rund 15,82 %.

Strategischer Fokus auf Robotaxis und Optimus-Roboter

Neben den Absatzzahlen treibt Tesla seine Vision der autonomen Mobilität voran. In Austin, Texas, werden seit Juni 2026 Testfahrzeuge des sogenannten Cybercab auf öffentlichen Straßen gesichtet. Diese speziell für den Robotaxi-Betrieb entwickelten Fahrzeuge verzichten vollständig auf Lenkräder und Pedale. Laut Berichten von Tesla Oracle strebt das Unternehmen an, diese Zweisitzer vor dem Jahr 2027 zu einem Preis von unter 30.000 US-Dollar auf den Markt zu bringen. In Nevada hat Tesla bereits eine Genehmigung für ein autonomes Fahrzeugnetzwerk beantragt, das bis zu 5.000 Einheiten im Clark County umfassen könnte.

Parallel dazu baut Tesla seine Fertigungskapazitäten radikal um. Im Stammwerk Fremont wurde die Montageleitung für die Modelle S und X innerhalb von 46 Tagen demontiert, um Platz für die Produktion des humanoiden Roboters Optimus zu schaffen. Ziel ist eine Produktionskapazität von einer Million Einheiten pro Jahr. Der offizielle Start der großserienmäßigen Fertigung wird für den Zeitraum zwischen Ende Juli und August 2026 erwartet.

Großaufträge von SpaceX und institutionelles Interesse

Das finanzielle Gefüge wird durch bedeutende Transaktionen innerhalb des Musk-Imperiums gestützt. Aus einem Börsenprospekt von SpaceX geht hervor, dass das Raumfahrtunternehmen Tesla-Produkte im großen Stil abnimmt. So umfasst der Deal Cybertrucks im Wert von 131 Millionen US-Dollar sowie Megapacks zur Energiespeicherung für 697 Millionen US-Dollar. Letzteres Segment verzeichnete im zweiten Quartal 2026 bereits ein deutliches Wachstum auf eine installierte Kapazität von 13,5 GWh, verglichen mit 9,6 GWh im Vorjahreszeitraum.

Auch namhafte Investoren verstärken ihr Engagement. H&H International, unter der Leitung des Investors Duan Yongping, baute im ersten Quartal 2026 eine massive Position von 340,89 Millionen Tesla-Aktien auf. Gleichzeitig erhöhten Adressen wie WealthShield Partners und Triton Wealth Management ihre Anteile deutlich. Während Analysten wie jene von RBC sogar Kursziele von bis zu 500 US-Dollar ausrufen, bleibt das Gesamtbild der Expertenmeinungen geteilt: Aktuell stehen 21 Kaufempfehlungen ebenso vielen Halten-Einstufungen gegenüber, während vier Analysten zum Verkauf raten. Die Veröffentlichung der vollständigen Finanzergebnisse für das zweite Quartal ist für den 22. Juli 2026 angekündigt.

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