Tesla verliert im heutigen Handel an Boden. Während die Aktie bei 346,00 Euro notiert, bereiten Analysten jedoch bereits eine neue Bewertungswelle vor. Der Fokus verschiebt sich weg vom reinen Autobauer, hin zum KI-Giganten.
Wetten auf die KI-Transformation
Die Auslieferungszahlen für das zweite Quartal sorgten für eine erste Überraschung. Tesla brachte 480.126 Fahrzeuge auf die Straße und schlug damit die Schätzungen der Experten deutlich. Analysten von UBS hoben daraufhin ihr Kursziel von 364 auf 442 US-Dollar an.
Im Zentrum der neuen Bewertung steht nicht mehr nur der Absatz von Elektroautos. Experten setzen auf das Potenzial der Robotaxis und die Rechenpower des Dojo-Supercomputers. Jefferies taxiert den Wert der Aktie nun auf 400 US-Dollar, mahnt aber zur Vorsicht bei der Abhängigkeit von Projekten wie dem Optimus-Roboter.
Die 3-Billionen-Spekulation
Ein neues Szenario elektrisiert die Märkte: die mögliche Fusion von Tesla und SpaceX. Branchenbeobachter halten einen Zusammenschluss für immer wahrscheinlicher. Nach dem SpaceX-Börsengang im Juni 2026 könnte ein gemeinsames Imperium einen Börsenwert von rund 3,4 Billionen US-Dollar erreichen.
Parallel zum KI-Ausbau investiert Tesla massiv in die Infrastruktur. Die Investitionsausgaben für 2026 sollen auf mindestens 22,5 Milliarden US-Dollar steigen. Ein Großteil dieser Summe fließt direkt in die Entwicklung der fahrerlosen Flotte.
Offensive in Übersee
Um dem harten Wettbewerb in China zu begegnen, hat Tesla eine neue Modell-Variante auf den Markt gebracht. Das Model Y Performance soll Boden gutmachen, nachdem die Auslieferungen dort zuletzt über mehrere Quartale sanken. In Australien setzt der Konzern derweil auf finanzielle Anreize durch garantierte Rückkaufwerte.
In der Giga Texas absolvieren bereits über 100 Exemplare des „Cybercab“ erste Tests auf dem Werksgelände. Diese Fahrzeuge kommen ohne Lenkrad und Pedale aus. Klarheit über die Kosten dieser massiven Expansion wird der vollständige Quartalsbericht Ende Juli bringen.
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