Tesla Aktie: Operative Marge bricht auf 1,4 Prozent

Tesla verzeichnet sinkende Margen und negativen Cashflow durch milliardenschwere KI-Investitionen. Die Aktie verliert deutlich.

Auf einen Blick:
  • Operative Marge auf 1,4 Prozent gefallen
  • Investitionen in KI um 142 Prozent gestiegen
  • Freier Cashflow erstmals negativ
  • Aktienkurs rutscht um über sieben Prozent ab

Rekordumsatz trifft auf Gewinneinbruch. Tesla steckt mitten im teuren Umbau vom E-Auto-Pionier zum KI-Konzern. Anleger reagieren empfindlich auf die jüngsten Quartalszahlen und schicken die Aktie auf Talfahrt.

Preiskampf frisst Gewinne auf

Die Profitabilität leidet unter dem anhaltenden Preiskampf. Die operative Marge brach auf 1,4 Prozent ein. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 4,1 Prozent. Rabatte für Neuwagen und ein Anstieg der Betriebskosten um 47 Prozent belasten das Ergebnis massiv.

Ohne den Verkauf von CO2-Zertifikaten läge die Bruttomarge im Autogeschäft sogar noch tiefer. Das Unternehmen erkauft sich hohe Auslieferungszahlen derzeit durch einen schmerzhaften Verzicht auf Gewinn. Analysten hatten mit deutlich stabileren Werten gerechnet.

Milliarden-Wette auf künstliche Intelligenz

Elon Musk steckt Milliarden in den Aufbau einer KI-Infrastruktur. Die Investitionsausgaben sprangen im vergangenen Quartal um 142 Prozent auf 5,8 Milliarden US-Dollar. Tesla finanziert damit neue Rechenzentren und die Entwicklung eigener Computerchips.

Diese Strategie hinterlässt Spuren in der Kasse. Erstmals seit zwei Jahren verbrannte das Unternehmen Geld. Der freie Cashflow drehte mit 1,1 Milliarden US-Dollar ins Minus. Musk verteidigt diesen Kurs als notwendiges Fundament für künftige Erträge mit Robotaxis und dem Roboter Optimus.

Geduld der Anleger wird geprüft

Der Markt reagiert mit Skepsis auf die präsentierten Zahlen. Der Aktienkurs rutschte im Handel um 7,12 Prozent auf 304,00 Euro ab. Seit Jahresbeginn hat das Papier damit bereits 22,6 Prozent an Wert verloren.

In der zweiten Jahreshälfte liegt der Fokus nun auf der konkreten Umsetzung der KI-Pläne. Tesla muss beweisen, dass die massiven Vorabkosten bald durch neue Einnahmequellen gerechtfertigt werden. Ein verbindlicher Termin für den Start des Robotaxis Cybercab bleibt das Management derweil weiterhin schuldig.

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