Tesla will vor dem geplanten Cybercab-Ausbau offene Cybertruck-Bestellungen mit einer zusätzlichen Produktionsschicht abarbeiten, wie Elon Musk gestern laut Reuters erklärte. Die Aktie stieg am Freitag um 4,9%; Reuters führte die Erholung auf die angekündigte Verlagerung der Produktionskapazitäten zum Cybercab zurück.
Zusätzliche Schicht vor dem Umbau
Die zusätzliche Cybertruck-Schicht soll ausstehende Aufträge abschließen, bevor Tesla die Fertigungslinie demontiert. Für die geplante Erweiterung der Cybercab-Produktion nannte Musk laut Reuters den Zeitraum Juni/Juli 2027. Betroffen ist das Werk in Texas, dessen Kapazitäten Tesla stärker für die Cybercab-Fertigung nutzen will.
Reuters ordnete den angekündigten Auslauf der Cybertruck-Produktion als Folge jahrelang schwacher Verkäufe und einer problembehafteten Produktgeschichte ein. Der Plan verbindet damit die Abarbeitung bestehender Bestellungen mit einer veränderten Nutzung der Fabrik.
Am Donnerstag hatte dagegen das politische Umfeld die Aktie belastet. Reuters berichtete über Sorgen von Anlegern, Zugewinne der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen könnten den Ausbau von Rechenzentren verlangsamen. Die Wahlergebnisse hätten die Aussichten für Musks Unternehmen eingetrübt.
Absatzdaten mit unterschiedlichen Signalen
Abseits der Produktionspläne meldete Reuters am Dienstag unterschiedliche Entwicklungen beim Absatz der in China gefertigten Modelle Model 3 und Model Y. Einschließlich der Exporte erreichten die Verkäufe im Oktober laut Daten der China Passenger Car Association 67.829 Fahrzeuge.
Das entsprach einem Anstieg von 10,3% gegenüber dem Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vormonat sank der Absatz jedoch um 28,9%.
Für Nordeuropa hatte Reuters am 2. November steigende Oktober-Zulassungen gemeldet. Nach den zitierten Länderdaten legten sie in Schweden um 248% und in Norwegen um 131% zu. In Dänemark betrug das Plus 34%.
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