Tesla schaltet bei der künstlichen Intelligenz zwei Gänge höher. Der Konzern meldet Fortschritte bei eigener Hardware und integriert neue Software-Modelle in sein Ökosystem. Anleger quittierten die Neuigkeiten am Freitag mit einem Kursplus von 1,35 Prozent.
Hardware-Offensive und neue Software
Tesla hat das Design für den AI5-Chip abgeschlossen. Dieser Meilenstein, der sogenannte Tape-out, ermöglicht nun den Start der Testproduktion. Die Fertigung übernehmen die Partner Samsung und TSMC. Der neue Chip soll die Rechenleistung im Vergleich zur aktuellen Hardware um das Vierzigfache steigern.
Die Rechenpower soll den humanoiden Roboter Optimus und das kommende Cybercab antreiben. Tesla plant parallel dazu eine eigene Fabrik namens „Terrafab“. Hierfür arbeitet der Konzern mit SpaceX und Intel zusammen. Die Massenproduktion wird in etwa 12 bis 18 Monaten erwartet.
Elon Musk treibt parallel die Software-Integration voran. Das neueste Sprachmodell Grok 4.5 befindet sich nun in einer privaten Testphase bei Tesla und SpaceX. Mit 1,5 Billionen Parametern ist das Modell deutlich mächtiger als sein Vorgänger. Interne Tests deuten darauf hin, dass die Software mit führenden Modellen wie Claude Opus konkurrieren kann.
Spannungen in Berlin und Behörden-Sieg
Positive Nachrichten kommen von der US-Verkehrsbehörde NHTSA. Die Behörde schloss ihre Untersuchung zu möglichen Lenkungsproblemen bei fast 380.000 Fahrzeugen ab. Ein Software-Update über das Internet löste das Problem ohne physischen Rückruf.
Weniger harmonisch verläuft die Entwicklung in der Gigafactory Berlin. Dort eskalierte ein Streit bei einer Betriebsratssitzung, woraufhin die Polizei anrücken musste. Hintergrund sind Spannungen mit der Gewerkschaft IG Metall und ein massiver Stellenabbau von rund 14 Prozent der Belegschaft.
Chartbild bleibt vorerst eingetrübt
Trotz der jüngsten Erholung bleibt die Tesla-Aktie unter Druck. Mit einem Schlusskurs von 334,30 Euro notiert das Papier rund 21 Prozent unter seinem Dezember-Hoch. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf knapp 11 Prozent.
Der Kurs liegt derzeit unter den wichtigen 50-Tage- und 200-Tage-Linien. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 43,3 eine neutrale Lage. Ein Durchbrechen der 50-Tage-Linie bei rund 349 Euro wäre ein erstes Signal für eine nachhaltige Stabilisierung.
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