Tesla Aktie: 7 bis 8 Prozent Minus

Tesla liefert im zweiten Quartal 2026 so viele Fahrzeuge wie nie, die Aktie verliert dennoch. Analysten sehen die positive Erwartungshaltung als Grund für den Kursrückgang.

Auf einen Blick:
  • 480.126 Fahrzeuge ausgeliefert
  • Aktie fällt trotz Rekordzahlen
  • Rabatte zur Steigerung der Verkaufszahlen
  • Robotaxi-Dienst startet in Miami

Tesla hat im zweiten Quartal 2026 so viele Autos ausgeliefert wie nie zuvor. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich. Trotzdem fiel die Aktie zunächst – ein Muster, das Anleger verunsichert.

Am Freitag notierte die Tesla-Aktie bei 349,75 Euro, ein Plus von 1,75 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Gewinn von 4,62 Prozent. Der Monatstrend zeigt dagegen mit minus 4,30 Prozent nach unten.

Hoffnung bereits eingepreist

480.126 Fahrzeuge lieferte Tesla von April bis Juni aus. Das sind 25 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und 34 Prozent mehr als im ersten Quartal 2026. Die Analystenschätzung von rund 406.000 Einheiten wurde damit klar übertroffen.

Doch die Aktie verlor am Donnerstag in den USA rund 7 bis 8 Prozent – der stärkste Tagesverlust seit fast einem Jahr. Die Erklärung: Der Markt hatte den positiven Ausblick bereits vorweggenommen. In den Wochen vor der Meldung war die Aktie um rund 12 Prozent gestiegen.

Hinzu kommen Bedenken zur Profitabilität. Tesla gewährte offenbar Rabatte, um die hohen Volumen zu erreichen. Zudem lag die Produktion mit 451.758 Einheiten unter den Auslieferungen – das Unternehmen baute also Lagerbestände ab. Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 360 steht Tesla unter besonderem Druck, nachhaltige Gewinne zu zeigen.

Neue Geschäftsfelder in der Spur

Tesla treibt parallel den Ausbau neuer Geschäftsfelder voran. Der Robotaxi-Dienst startet nun in Miami, nachdem er im Juni in Austin an den Start ging. Dallas und Houston sollen folgen. Das Unternehmen will sich vom reinen Elektroautobauer zum KI- und Robotikkonzern wandeln.

Ein klares Signal: Tesla plant, die Produktion der Modelle S und X einzustellen. Die freiwerdenden Kapazitäten im Werk Fremont sollen für die Fertigung des Optimus-Roboters genutzt werden.

Auch das Energiesparte liefert. Im zweiten Quartal setzte Tesla 13,5 GWh an Energiespeichern ab – mehr als Analysten erwartet hatten.

Die Blicke richten sich nun auf den vollständigen Quartalsbericht, der nach Börsenschluss im Juli veröffentlicht wird. Dann müssen die Zahlen zeigen, ob Tesla die Rekordauslieferungen auch in steigende Margen übersetzen kann.

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