Am heutigen Dienstag rückt die Aktie von Terawulf durch eine neue Analystenbewertung und aktualisierte Kreditratings in das Zentrum des Anlegerinteresses. Die Experten von Freedom Capital haben die Abdeckung des Titels mit einer Kaufempfehlung gestartet. Sie rufen dabei ein Kursziel von 19,00 US-Dollar aus.
Parallel dazu hat S&P Global Ratings das Emittentenrating von „BB-“ für das Unternehmen bestätigt. Den Ausblick passten die Bonitätswächter hingegen von „positiv“ auf „stabil“ an.
Milliardendeal mit Anthropic prägt die Aussichten
Hintergrund der stabilisierten Einschätzung durch S&P Global Ratings ist ein weitreichender Mietvertrag, den TeraWulf mit dem KI-Spezialisten Anthropic abgeschlossen hat. Die Vereinbarung sieht die Errichtung eines neuen Campus für KI-Rechenzentren im US-Bundesstaat Kentucky vor. Das Projekt hat eine Laufzeit von 20 Jahren und umfasst ein Volumen von rund 19 Milliarden US-Dollar. Dieser Schritt markiert eine strategische Erweiterung des Geschäftsmodells über das reine Mining von Kryptowährungen hinaus.
Die Analysten werten diesen Großauftrag als Beleg für die Skalierbarkeit der Infrastruktur. Zwar bindet ein Projekt dieser Größenordnung erhebliche Ressourcen, bietet jedoch durch die langfristige Vertragslaufzeit eine hohe Planungssicherheit bei den künftigen Einnahmen. Die Bestätigung des Kreditratings durch S&P unterstreicht zudem die finanzielle Solidität des Vorhabens in einem Marktumfeld, das von technologischen Umbrüchen geprägt ist.
Vertrauen institutioneller Investoren wächst
Abseits der operativen Großprojekte zeigen aktuelle Pflichtmitteilungen ein steigendes Interesse institutioneller Anleger. Im zweiten Quartal baute das Public Employees Retirement System of Ohio seine Position deutlich aus und erwarb 103.048 Aktien. Medienberichten zufolge entsprach dies zum Kaufzeitpunkt einem Wert von etwa 2,54 Millionen US-Dollar. Auch The Manufacturers Life Insurance Company stieg neu ein und sicherte sich im selben Zeitraum 143.082 Anteile im Wert von rund 3,5 Millionen US-Dollar.
Gleichzeitig kam es zu Bewegungen in der Führungsebene. Direktor Walter Carter trennte sich am 31. August von einem Teil seiner Beteiligung. Er verkaufte 130.626 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 15,141 US-Dollar.
Trotz dieses Verkaufs, der ihm rund 1,98 Millionen US-Dollar einbrachte, hält Carter weiterhin 229.090 Aktien im direkten Besitz. Solche Transaktionen in der Chefetage werden von Anlegern oft genau beobachtet, um die interne Einschätzung der aktuellen Bewertung zu gewichten.
Finanzielle Basis und Marktreaktion
Die jüngsten Entwicklungen folgen auf die Bekanntgabe der Ergebnisse für das zweite Quartal, die vor rund einem Monat vorgelegt wurden. In diesem Zeitraum verbuchte das Unternehmen einen Verlust von 1,94 US-Dollar pro Aktie. Damit lag das Ergebnis unter den Markterwartungen, die lediglich ein Minus von 0,24 US-Dollar vorgesehen hatten. Der Umsatz belief sich auf 44,77 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.
An der Börse wird die heutige Kaufempfehlung positiv aufgenommen. Der aktuelle Kurs notiert bei 15,00 € und verzeichnet damit ein Plus von 7,0 %. Seit Jahresanfang summiert sich der Wertzuwachs der Aktie damit auf insgesamt 54 %. Das Papier zeigt sich damit widerstandsfähig gegenüber den zurückliegenden Quartalszahlen und profitiert primär von den langfristigen Wachstumsaussichten im Bereich der KI-Infrastruktur.
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