Temenos hat am 21. April Zahlen für das erste Quartal 2026 geliefert, und auf den ersten Blick sieht das ordentlich aus. ARR von 861 Millionen Dollar, 13 Prozent Wachstum in konstanten Währungen, Free Cashflow von knapp 60 Millionen Dollar, 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. CEO Takis Spiliopoulos, der gerade auch noch den CFO-Posten kommissarisch besetzt, sprach von einem „starken ersten Quartal“. Auf den zweiten Blick allerdings steckt der Haken genau dort, wo er am meisten wehtut: beim Gewinn je Aktie.
0,39 Dollar zu wenig
Der Non-IFRS-EPS lag bei 0,90 Dollar. Die Analysten hatten 1,29 Dollar erwartet. Das ist keine knappe Verfehlung, das ist ein Loch. Beim Umsatz sieht es ähnlich aus: 253 Millionen Dollar statt der erwarteten rund 296 Millionen. Temenos erklärt das mit Währungsgegenwind und dem Wegfall des BNPL-Kunden aus dem Vorjahr, der die Wachstumsraten bei Subscription und SaaS um fünf Prozentpunkte drückt. Das stimmt, und es war bekannt. Trotzdem bleibt die Lücke zwischen Erwartung und Realität auffällig groß.
Die Zahlen, die wirklich zählen
Was Temenos intern liefert, ist solide. Das EBIT kletterte auf 82,7 Millionen Dollar, ein Plus von 20 Prozent in konstanten Währungen, die Marge weitete sich um zwei Punkte auf 32,7 Prozent. Subscription und SaaS legten um 14 Prozent zu, Maintenance sogar um 16 Prozent. Spiliopoulos betonte Tier-1-Abschlüsse in Japan und dem asiatisch-pazifischen Raum sowie den Ausbau von Beziehungen zu Banken in der Schweiz, dem Nahen Osten und Großbritannien. Im US-Markt, seit Jahren ein wunder Punkt für Temenos, sollen mehrere Deals in der Pipeline stecken und noch in diesem Jahr unterzeichnet werden. Ob das reicht?
Temenos AG Aktie Chart
Neuer CFO, alte Ziele
Immerhin: Die Guidance steht. ARR-Wachstum von rund 12 Prozent in konstanten Währungen, EPS-Wachstum von rund 7 Prozent auf berichteter Basis, FCF-Wachstum von rund 16 Prozent. Für 2028 hält Temenos an einem ARR von mindestens 1,23 Milliarden Dollar, einem EBIT von rund 480 Millionen Dollar und einem Free Cashflow von rund 410 Millionen Dollar fest. Dazu kommt die Ankündigung, dass Daniel Schmucki, zuletzt CFO der SIX Group, ab dem 3. August den Finanzchefposten übernimmt. Ein Signal, dass Temenos die Führungsstruktur stabilisieren will.
Das Quartal zeigt ein Unternehmen, das operativ in die richtige Richtung läuft, aber die Erwartungen der Analysten um fast 40 Cent pro Aktie verfehlt. Bei 0,90 Dollar ist das kein kleines Ausrutschen, das ist ein Drittel des tatsächlichen Ergebnisses. Die Guidance-Bestätigung ist das eine. Ob der Markt das als ausreichend wertet, ist eine andere Frage, und die beantwortet der Kurs, nicht Spiliopoulos.
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