Liebe Leserin, lieber Leser,
am vorigen Mittwoch zunächst noch eingeknickt, kennt die Aktie der Deutschen Telekom seitdem nur noch den Weg nach oben. Es waren die Zahlen sowie die positive Prognose der Tochter T Mobile US, die auch den Papieren des Mutterkonzerns auf die Sprünge halfen. Nachdem die Telekom-Aktie bereits in der Vorwoche von 29,28 auf 32,23 Euro zugelegt hatte, ging es am Montag auf Xetra um weitere 2,3 Prozent auf 32,97 Euro nach oben. Acuh der Dinestag begann im Plus. Keine Überraschung: Die Analysten hatten allesamt zum Kauf geraten.
US-Tochter treibt Telekom-Aktie an
Der Kapitalmarkttag der US-Tochter T-Mobile US habe hinsichtlich der Aussichten für den US-Telekomsektor im Jahr 2026 für Zuversicht gesorgt, schrieb Paul Sidney von der Behrenberg Bank am Mittwoch anlässlich der Veranstaltung sowie der Quartalszahlen von T-Mobile US. Während der Analyst der Privatbank sich noch etwas vorsichtiger zeigte, die Einstufung für die Deutsche Telekom zwar auf „Buy“ aber mit einem Kursziel von lediglich 35,20 Euro belassen hatte, gingen andere Häuser einen Schritt weiter. Dies zeigt die Auflistung der neuesten Einschätzungen durch finanzen.net.
- Deutsche Bank: 42,00 Euro, +27,51%
- Barclays: 38,50 Euro, +17,91%
- JP Morgan: 40,00 Euro, +21,48%
JP Morgan erhöhte Kursziel für Deutsche Telekom
Insbesondere Robert Grindle von Deutsche Bank Research zeigte sich beeindruckt. Der Cashflow der US-Mobilfunktochter sei besser als erwartet gewesen, schrieb er in einem am Donnerstag veröffentlichten Kommentar – und gab der T-Aktie seinerseits weiter Auftrieb.
Nur etwas weniger erwartet die US-Bank JPMorgan, die das Kursziel für die Telekom von 39 auf 40 Euro angehoben und die Einstufung folglich auf „Overweight“ belassen hatte. Der Kapitalmarkttag der US-Tochter sei „überzeugend“ gewesen, schrieb Akhil Dattani laut Medienberichten. Einige Unwägbarkeiten blieben noch, aber langsam nähmen die Belastungen für die T-Aktie ab. Dattani hält die Papiere für unterbewertet, wenn auch vielleicht „nicht ganz so spannend wie Orange“.
Telekom-Aktie steigerte sich deutlich
Die britische Investmentbank Barclays platzierte sich mit ihrer Einstufung schließlich in der Mitte, vergab jedoch ebenfalls ein „Overweight“-Votum. Analyst Mathieu Robilliard zog von den Neuigkeiten der US-Tochter „ein ermutigendes Fazit und erwähnte auch noch gute Aussichten in Deutschland“, wie es hieß. Er kritisierte laut finanzen.net in seiner am Donnerstag vorliegenden Studie, dass der in den Aktien eingepreiste Abschlag „zu ausgeprägt“ sei.
Das ließen sich die Anleger offenbar nicht zwei Mal sagen, und schoben die Telekom-Aktie wieder ordentlich an. Allein seit ihrem Tief der vergangenen Woche hat sie sich wieder um rund 12 Prozent gesteigert. Seit ihrem 12-Monatstief, ausgebildet im November bei genau 26,00 Euro, beträgt das Plus aktuell knapp 27 Prozent.
Quartalszahlen in der kommenden Woche
Wie es um den Bonner Konzern tatsächlich steht, wird man am Donnerstag der kommenden Woche erfahren, wenn die Deutsche Telekom Quartalszahlen vorlegen wird. Was jetzt schon klar ist: Für das Geschäftsjahr 2025 hat die Deutsche Telekom angekündigt, eine Dividende pro Aktie in Höhe von 1,00 Euro vorzuschlagen.
- Es wäre gegenüber der Vorjahresdividende in Höhe von 0,90 € eine Steigerung um 11 Prozent
- und zudem die höchste je ausgeschüttete Summe in der Börsengeschichte des Unternehmens
- Die Höhe der Dividende soll auf der Telekom-Hauptversammlung am 1. April beschlossen werden
Was zudem zur Kursstärkung beiträgt: Auch im Jahr 2026 plant die Telekom nach eigenen Angaben die Durchführung eines Aktienrückkaufprogramms mit einem Volumen in Höhe von 2 Mrd. US-Dollar. Damit werden die Aktienrückprogramme fortgesetzt, mit denen in den Jahren 2024 und 2025 bereits Aktien im Wert von jeweils rund 2 Mrd. Euro zurückgekauft wurden.
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