Telecom Plus Aktie: 29-Prozent-Sturz auf 6,76 Pfund

Telecom Plus kündigt Gewinneinbruch für 2027 an und senkt Dividende drastisch. Die Aktie bricht um über 29 Prozent ein.

Auf einen Blick:
  • Aktie stürzt um über 29 Prozent ab
  • Gewinnprognose für 2027 deutlich gesenkt
  • Schlussdividende auf 12 Pence reduziert
  • Fünfjähriges Investitionsprogramm gestartet

Rekordzahlen auf dem Papier, Panik an der Börse. Telecom Plus schockt Investoren mit der Ankündigung eines massiven Gewinneinbruchs im kommenden Jahr. Die Aktie bricht zweistellig ein.

Das abgelaufene Geschäftsjahr lieferte eigentlich Bestwerte. Der bereinigte Vorsteuergewinn stieg um 4,7 Prozent auf 132,2 Millionen Pfund. Der Umsatz kletterte parallel dazu auf 1,94 Milliarden Pfund.

Auch die Kundenbasis wuchs kräftig. Utility Warehouse zählt nun 1,43 Millionen Nutzer, ein Plus von gut 23 Prozent. Ein Teil dieses Sprungs geht auf die Übernahme von Breitbandkunden von TalkTalk zurück.

Strategiewechsel belastet kurzfristig

Das Management leitet nun ein fünfjähriges Investitionsprogramm ein. Jährlich fließen rund 55 Millionen Pfund in den Ausbau der Marke und der digitalen Plattform. Das Ziel: Mehr als eine Million Multi-Service-Kunden bis 2031.

Dieser Wachstumskurs fordert kurzfristig seinen Tribut. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Telecom Plus einen Gewinneinbruch. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern soll auf 80 bis 90 Millionen Pfund sinken.

Neue Dividendenpolitik sorgt für Unmut

Parallel dazu sorgt die neue Ausschüttungspolitik für Unmut. Die Schlussdividende sinkt drastisch auf 12 Pence je Aktie. Im Vorjahr erhielten Aktionäre noch 57 Pence.

Ein Aktienrückkaufprogramm über 40 Millionen Pfund soll den Einschnitt abfedern. Insgesamt schüttet das Unternehmen für 2026 damit 100 Pence je Aktie aus. Künftig will Telecom Plus mindestens 80 Prozent des bereinigten Nachsteuergewinns an die Eigner zurückgeben.

An der Londoner Börse stürzte die Aktie am Dienstag um über 29 Prozent auf 6,76 Pfund ab. Mit einem Relative-Stärke-Index von 13,5 gilt das Papier technisch als massiv überverkauft. Die Volatilität erreichte zuletzt extreme Werte.

Das Management peilt für 2031 einen bereinigten Vorsteuergewinn von 175 Millionen Pfund an. Bis dahin müssen Aktionäre jedoch mit einer mehrjährigen Phase niedrigerer Erträge kalkulieren. Die Umsetzung des Investitionsplans entscheidet über die langfristige Bewertung.

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