Telecom Italia Aktie: S&P hebt Rating auf BB+

S&P hebt Kreditrating von Telecom Italia an. Schuldenabbau und Verkäufe stärken die Bilanz des italienischen Telekomkonzerns.

Auf einen Blick:
  • S&P stuft Kreditwürdigkeit auf BB+ hoch
  • Schuldenabbau durch Festnetzverkauf an KKR
  • Aktienrückkauf von 16,8 Millionen Euro
  • Kursanstieg von 99 Prozent im Jahresvergleich

Der italienische Telekomkonzern Telecom Italia bekommt Rückenwind von den Rating-Agenturen. S&P Global Ratings hob am Dienstag das langfristige Kreditrating von ‚BB‘ auf ‚BB+‘. Der Ausblick ist stabil. Die Botschaft dahinter: Telecom Italia liefert, was es verspricht.

Die Agentur lobte die Fähigkeit des Konzerns, seine eigenen Finanzziele zu erreichen. Vor allem der Schuldenabbau kommt voran. S&P erwartet für die Jahre 2026 und 2027 deutliche Verbesserungen der Kennzahlen. Drei Faktoren stützen den positiven Trend: ein rationalerer Wettbewerb in Italien, starke Geschäfte in der Unternehmenssparte und ein solides Brasilien-Geschäft.

Eine Viertelmilliarde Euro leichter

Den größten Befreiungsschlag landete Telecom Italia mit dem Verkauf des Festnetzes NetCo an KKR. Der Deal brachte bis zu 22 Milliarden Euro. Die Nettoschulden sanken drastisch. Parallel dazu treibt der Konzern den Verkauf der U-Boot-Kabeltochter Sparkle voran. Die EU-Kommission gab im April grünes Licht. Der Abschluss soll im zweiten Quartal 2026 folgen.

Die Anleger honorieren den Kurs. Die Aktie notiert aktuell bei 0,76 Euro. Seit Jahresbeginn geht es um knapp 50 Prozent nach oben. Auf Jahressicht liegt das Plus sogar bei 99 Prozent. Am Dienstag markierte die Aktie ein 52-Wochen-Hoch von 0,77 Euro. Der RSI von 71 signalisiert: Ganz günstig ist der Einstieg nicht mehr.

S&P ist nicht allein. Moody‘s und Fitch hatten in den Wochen zuvor ebenfalls heraufgestuft. Ein klares Signal, dass sich die Bilanzqualität nachhaltig verbessert.

Rückkauf als Vertrauensbeweis

Am Montag kaufte Telecom Italia eigene Aktien zurück. Rund 16,8 Millionen Euro gab der Konzern aus, genau 22,9 Millionen Stück zum Durchschnittskurs von 0,73 Euro.

Das Ziel des Managements: die Nettoverschuldung auf unter das 1,7-Fache des EBITDA zu drücken. 2025 lag der Wert noch unter 1,9. Gelingt das, bleibt Luft für weitere positive Überraschungen.

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