Der US-Einzelhändler Target eröffnet am heutigen Dienstag seine zweitägigen Circle Deal Days. Mit Preisnachlässen von bis zu 40 Prozent auf Tausende Produkte aus den Bereichen Mode, Wohnen, Spielzeug und Technik stellt sich der Konzern dem direkten Kräftemessen mit Amazon und Walmart.
Beide Rivalen haben für diese Woche ebenfalls großangelegte Rabattkampagnen angesetzt, um die Kauflust im Vorfeld der Feiertage anzukurbeln. An der Börse notiert die Target-Aktie heute mit 136,00 Euro rund 0,3 Prozent schwächer, hält sich im Jahresverlauf mit einem Plus von 63 Prozent jedoch auf einem robusten Niveau.
Früher Start in die Weihnachtssaison
Der Vorstoß im Oktober folgt einem klaren Trend im US-Konsumverhalten. Einer Branchenumfrage von McKinsey zufolge planen 45 Prozent der befragten US-Verbraucher, ihre Weihnachtseinkäufe bereits vor oder bis Ende Oktober zu beginnen.
Um diese frühzeitige Nachfrage abzugreifen, senkte Target bereits Ende September die Preise für knapp 2.000 Artikel dauerhaft, vor allem in den Warengruppen Bekleidung und Wohntextilien. Bereits im Frühjahr hatte der Händler an den Preisschildern von rund 3.000 Produkten nach unten korrigiert.
Mit der kuratierten Liste „Bullseye’s Top Toys“ setzt Target gezielt auf Exklusivität: Mehr als die Hälfte der 50 ausgewählten Top-Artikel sowie über 20 Prozent des gesamten Spielzeugsortiments führt ausschließlich Target.
Bindung über Mitgliedschaften im Fokus
Ein wesentlicher Hebel für das Geschäft bleibt das Vorteilsprogramm des Konzerns. Während die reguläre Mitgliedschaft bei Target Circle kostenfrei ist, bietet Target für 99 US-Dollar im Jahr das kostenpflichtige Abonnement Circle 360 an. Abonnenten erhielten bereits gestern vorzeitigen Zugriff auf ausgewählte Aktionsangebote und profitieren von einer Same-Day-Lieferung ab einem Einkaufswert von 35 US-Dollar.
Die Rabattaktionen treffen auf ein operatives Umfeld, das sich zuletzt wieder dynamischer zeigte. Im jüngsten Quartal steigerte Target den Nettoumsatz im Jahresvergleich um 5,3 Prozent auf 26,5 Milliarden US-Dollar, während sich der Nettogewinn auf knapp 1,9 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelte.
Vor rund einem Monat hatte das Unternehmen zudem neue KI-Shopping-Funktionen eingeführt. Ob die Kombination aus frühen Rabatten, margenschwächeren Einstiegspreisen und digitalen Sortimenten ausreicht, um die Margen im wettbewerbsintensiven vierten Quartal stabil zu halten, bleibt für Marktteilnehmer der entscheidende Prüfstein.
Target-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Target-Analyse vom 06. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Target-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Target-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
