Takkt Aktie: 65 Prozent Jahresverlust

Die Takkt-Aktie zeigt eine schwache technische Verfassung mit deutlichem Abstand zu den Durchschnittslinien und hohem Jahresverlust.

Auf einen Blick:
  • Kurs bleibt unter wichtigen Durchschnittslinien
  • Jahresminus von über 35 Prozent
  • Hohe Volatilität von knapp 44 Prozent
  • Vorstandserweiterung ohne Kursschub

Takkt hat sich am Dienstag zwar leicht erholt, der übergeordnete Trend bleibt aber angeschlagen. Die Aktie notiert bei 2,45 Euro und liegt damit weiter deutlich unter ihren wichtigen Durchschnittslinien. Besonders der Abstand zur 200-Tage-Linie zeigt, wie schwach das Papier im größeren Bild unterwegs ist.

Technisch unter Druck

Seit dem Bruch unter die 50-Tage-Linie sendet der Chart ein klares Warnsignal. Der Kurs liegt aktuell rund 5,6 Prozent unter diesem Durchschnitt und damit weiter in einem Bereich, in dem viele Marktteilnehmer auf fehlenden Schwung achten.

Auch die mittelfristige Entwicklung spricht eine deutliche Sprache. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 35,36 Prozent zu Buche, auf Sicht von zwölf Monaten sogar fast 65 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch ist damit weit entfernt, selbst das Tief vom März wurde nur knapp überboten.

Der RSI von 63,7 zeigt zugleich, dass die Aktie nicht überverkauft wirkt. Die hohe 30-Tage-Volatilität von 43,96 Prozent unterstreicht aber, wie nervös der Titel derzeit gehandelt wird.

Strategiewechsel ohne Kursschwung

Operativ gab es zuletzt zwar mehrere Signale, doch sie haben den Kurs bisher nicht aus der Schwäche geholt. Die Hauptversammlung bestätigte am 20. Mai die eingeschlagene Strategie. Kurz davor erweiterte Takkt den Vorstand und setzte mit Helmar Hipp einen Verantwortlichen für Industrial & Packaging ein.

Der Jahresauftakt, über den am 30. April berichtet wurde, lag nach Managementangaben im Rahmen der Erwartungen. Für Anleger ist das zunächst kein Befreiungsschlag, aber ein Hinweis darauf, dass das Unternehmen operativ nicht aus dem Tritt geraten ist. Am Markt zählt derzeit trotzdem vor allem eines: wann Takkt die charttechnische Abwärtsspirale stoppen kann.

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