Gerüchte über angebliche Exklusivrechte für den kommenden Blockbuster Grand Theft Auto VI haben am Spielemarkt für Wirbel gesorgt. Berichten von The Verge zufolge sollte Microsofts Dienst Xbox Cloud Gaming das Spiel zum Start am 19. November 2026 exklusiv per Stream anbieten dürfen.
Am heutigen Mittwoch trat Xbox-Chefstratege Matthew Ball diesen Spekulationen auf X jedoch entgegen. Der Titel werde zum Start weder exklusiv über Xbox gestreamt noch auf dem PC verfügbar sein.
Weder der Entwickler Rockstar Games noch die Konzernmutter Take-Two Interactive gaben dazu eine öffentliche Stellungnahme ab. Ball stellte klar, dass der Titel für die Konsolen PlayStation 5 sowie Xbox Series X und S erscheint. Eine Version für den PC ist von Rockstar bislang nicht angekündigt.
Die Spekulationen hatten zuvor Hoffnungen geschürt, dass Nutzer ohne Konsole bereits zum Verkaufsstart Zugang erhalten könnten. Dass der Vorgänger GTA V seit 2013 mehr als 200 Millionen Mal verkauft wurde, unterstreicht die enorme wirtschaftliche Bedeutung für Take-Two.
Wiederkehrende Einnahmen stützen das Geschäft
Abseits der jüngsten Gerüchte richtet sich das Augenmerk der Anleger auf die operativen Kennzahlen des Publishers. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 verbuchte Take-Two Net Bookings in Höhe von 1,39 Milliarden US-Dollar. Dies entsprach einem leichten Rückgang von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, lag aber über der konzerneigenen Prognose.
Das operative Fundament bildeten dabei vor allem die bestehenden Spielereihen und regelmäßige Nutzertransaktionen. Digitale Konsumausgaben federn die typischen Erlösschwankungen vor großen Neuveröffentlichungen verlässlich ab. Für das gesamte Geschäftsjahr 2027 peilt das Management Net Bookings in einer Spanne von 8,0 bis 8,2 Milliarden US-Dollar an.
Gedämpfte Stimmung am Aktienmarkt
An der Börse spiegeln die Notierungen die anhaltende Zurückhaltung der Investoren wider. Die Aktie von Take-Two Interactive notiert heute bei 181,80 Euro und gewinnt 1,1 Prozent. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier dennoch ein Minus von 16 Prozent.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte eine Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC über eine interne Transaktion. Director Michael Sheresky veräußerte am Freitag 484 Anteilsscheine im Rahmen eines vorab aufgesetzten Handelsplans.
Seine direkte Beteiligung reduzierte sich dadurch geringfügig um 0,73 Prozent auf 66.010 Aktien. Mit dem anvisierten Starttermin im November rückt die Umsetzung der Veröffentlichungspläne nun in den Mittelpunkt des Marktinteresses.
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