Take-Two: Wedbush schraubt Gewinnschätzung runter

Symbolbild, KI-generiert

Wedbush reduziert seine Prognose für Take-Twos Gewinn je Aktie 2029 und das Kursziel, hält aber an der positiven Empfehlung fest.

Auf einen Blick:
  • Gewinnschätzung 2029 auf 9,98 Dollar gesenkt
  • Wedbush-Kursziel von 300 auf 280 Dollar reduziert
  • Überdurchschnittliche Kurserwartung bleibt bestehen
  • Quartalszahlen für den 9. November angesetzt

Take-Two Interactive geht mit gedämpften längerfristigen Gewinnerwartungen in die nächste Ergebnisvorlage. Wedbush hat gestern seine Gewinnschätzung und das Kursziel gesenkt. Am 9. November legt das Unternehmen die Zahlen für sein zweites Quartal des Geschäftsjahres 2027 vor. Für Anleger treffen damit eine vorsichtigere Bewertung und ein naher Unternehmensbericht aufeinander.

Niedrigere Gewinnbasis für die Bewertung

Wedbush reduzierte die Schätzung für den Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2029 auf 9,98 $ nach zuvor 11,19 $. Medienberichten zufolge begründete das Analysehaus damit auch die Senkung seines Kursziels.

Entscheidend ist dabei die Unterscheidung zwischen einer Analystenschätzung und einem gemeldeten Unternehmensergebnis. Die Korrektur betrifft die längerfristige Ertragserwartung des Hauses. Sie ist keine von Take-Two veröffentlichte Gewinnwarnung und auch kein Ergebnis des anstehenden Quartalsberichts.

Das Kursziel nahm Wedbush gestern von 300 $ auf 280 $ zurück. An der Empfehlung für eine überdurchschnittliche Kursentwicklung hielt das Haus fest. Die niedrigere Gewinnerwartung führte somit zu einer vorsichtigeren Bewertung, nicht zu einer grundsätzlich negativen Einschätzung der Aktie.

Für Anleger sind das zwei unterschiedliche Signale: Das Haus traut dem Papier weiterhin eine überdurchschnittliche Entwicklung zu, setzt den dafür angesetzten Wert aber niedriger an. Die unveränderte Empfehlung hebt die reduzierte Gewinnprognose deshalb nicht auf.

Zahlenvorlage vor dem geplanten Spielestart

Für den 9. November hat Take-Two sowohl die Veröffentlichung der Quartalsergebnisse als auch eine begleitende Telefonkonferenz angesetzt. Dieser Termin bietet den nächsten bestätigten Anlass, Unternehmenszahlen und Analystenerwartungen gegenüberzustellen.

Eine ebenfalls vorsichtigere Bewertung hatte Bank of America am 27. Oktober vorgenommen. Das Haus senkte sein Kursziel von 368 $ auf 330 $.

Die Kaufempfehlung blieb dabei bestehen. Zudem empfahl Bank of America, die Aktien über den geplanten Start von Grand Theft Auto VI hinaus zu halten. Beide Häuser verbanden ihre niedrigeren Kursziele damit mit weiterhin positiven Anlageurteilen.

Parallel steht ein arbeitsrechtlicher Termin bei Rockstar Games an. Laut der Ankündigung der IWGB Rockstar Game Workers Union sollen die britischen Beschäftigten vom 12. bis 26. November über die Anerkennung der Gewerkschaft abstimmen. Der geplante Spielestart am 19. November fällt in diesen Zeitraum.

Eine Auswirkung der Abstimmung auf die Veröffentlichung ist damit nicht belegt. Für die Einordnung der Aktie bleiben die Vorgänge getrennt zu betrachten: die anstehende Ergebnisvorlage, die gesenkten Analystenschätzungen und der angekündigte Abstimmungsprozess. Die Zahlenvorlage liefert dabei den nächsten bestätigten Unternehmensbericht vor dem geplanten Spielestart.

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