Der Videospielekonzern Take-Two Interactive hatte zuletzt eigentlich nur gute Neuigkeiten im Gepäck. Das vergangene Quartal verlief sehr erfreulich und bei den größten Franchises ließen sich klare Wachstumsimpulse erkennen. Noch wichtiger für die Börse war allerdings, dass CEO Strauss Zelnick den Release-Termin für GTA 6 bestätigte.
Im November soll der Mega-Blockbuster erscheinen und in den Sommermonaten ist mit dem Beginn des Marketings geplant. Damit scheint der Boden bereitet zu sein, um Kursziele der Analysten erreichen zu können. Jene liegen zum Teil bei 300 US-Dollar, bei etwas skeptischeren Naturen nur leicht darunter.
Bleibt Take-Two wirklich dabei?
Nachdem GTA 6 in der Vergangenheit bereits zweimal verschoben wurde, scheinen die Anleger aber noch ihre Zweifel an den jüngsten Zusagen zu haben. Darauf deutet zumindest der eher schwache Kursverlauf von Take-Two hin. Trotz angenehmer Neuigkeiten ging es in dieser Woche um knapp ein Prozent auf 193,67 Dollar in Richtung Süden.
Take-Two Interactive Software Aktie Chart
Ein wenig spielen dabei wahrscheinlich auch Sorgen um den Hardware-Absatz von PlayStation und Co. herein. Galoppierende Speicherpreise treiben die Kosten für die Konsolenhersteller in die Höhe. Es besteht die Sorge, dass dadurch die Preise steigen könnten und letztlich die Absatzzahlen und somit die Zielgruppe für GTA 6 schrumpfen könnten.
Kein Grund zur Sorge?
Das sind zwar nachvollziehbare Gedankengänge und auch eine weitere Verschiebung von GTA 6 kann nicht ausgeschlossen werden, bis das Spiel in den Läden steht. Doch allzu sehr müssen Anleger sich eigentlich nicht sorgen. Selbst wenn es eine weitere Verschiebung geben sollte, so würden sich die erwarteten Umsätze für Take-Two lediglich etwas nach hinten verschieben. In Sachen Hardware-Basis bringen es PlayStation 5 und Xbox Series bereits auf über 100 Millionen Einheiten. Damit ist auch ohne neue Verkäufe genügen Spielraum vorhanden, um GTA 6 einen beeindruckenden Start zu ermöglichen.
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