Die Zahlen klingen zunächst nach schlechten Nachrichten: Erneut zieht Kapital aus den Fonds von T. Rowe Price ab. Wer aber genauer hinschaut, erkennt einen Trend, der Anleger eigentlich beruhigen sollte — die Abflüsse schrumpfen von Quartal zu Quartal.
Zum Ende des zweiten Quartals 2026 verwaltete T. Rowe Price 1,89 Billionen Dollar an Kundengeldern. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 19,6 Prozent, wenn auch im Vergleich zum Mai ein leichter Rückgang um 0,2 Prozent. Im Juni allein verzeichnete die Fondsgesellschaft sogar Nettozuflüsse von 0,8 Milliarden Dollar — angetrieben unter anderem durch einen größeren Zufluss aus einem subadvised Aktienmandat.
Abflüsse schwächer als erwartet
Für das gesamte zweite Quartal meldete das Unternehmen Nettoabflüsse von 6,5 Milliarden Dollar, umgerechnet 1,5 Prozent auf Jahresbasis. Der Markt hatte mit deutlich mehr gerechnet: Analysten von Morgan Stanley waren von 14,3 Milliarden Dollar Abfluss ausgegangen, der Konsens lag bei 12,1 Milliarden Dollar. Damit übertrifft T. Rowe Price die Erwartungen klar.
Der Vergleich mit den Vorquartalen unterstreicht die Verbesserung. Im ersten Quartal 2026 lagen die Abflüsse noch bei 13,7 Milliarden Dollar, im entsprechenden Vorjahresquartal sogar bei 16,8 Milliarden Dollar. Die Kurve zeigt also klar nach oben — beziehungsweise die Abflüsse nach unten.
Trotz der besser als befürchteten Flow-Daten reagierte die Aktie am Montag mit einem Kursverlust von knapp vier Prozent auf 113,88 Dollar. Das zeigt: Auch positive Überraschungen bei den Netto-Flows schützen nicht automatisch vor Kursdruck, wenn das Gesamtbild für aktive Asset Manager insgesamt unter Beobachtung steht.
Innerhalb der Vermögensklassen bleibt die Aktienseite mit 919 Milliarden Dollar das größte Segment, gefolgt von Multi-Asset-Strategien mit 690 Milliarden Dollar. Die Zieldatum-Rentenportfolios wuchsen im Jahresvergleich deutlich und erreichten 622 Milliarden Dollar.
Den nächsten konkreten Fixpunkt liefert der Kalender: Am 31. Juli 2026 veröffentlicht T. Rowe Price die Zahlen zum zweiten Quartal, begleitet von einer Telefonkonferenz am selben Vormittag. Dann zeigt sich, ob sich der positive Trend bei den Nettoflows auch in den Gewinnkennzahlen niederschlägt.
T Rowe Price-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue T Rowe Price-Analyse vom 13. Juli liefert die Antwort:
Die neusten T Rowe Price-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für T Rowe Price-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
