Zwei Milliarden Dollar. So viel lässt sich T-Mobile US den Einstieg ins Glasfasergeschäft kosten. Der Konzern hat am 25. April eine Vereinbarung unterzeichnet, um eine 50-Prozent-Beteiligung an NetSpeed LLC und Greenlight Networks LLC von Oak Hill Capital Management zu übernehmen. Das Ergebnis ist ein 50/50-Joint-Venture zwischen T-Mobile und Oak Hill.
Noch ein Deal obendrauf
Dabei bleibt es nicht. In einer verwandten Transaktion sichert sich T-Mobile auch eine 50-Prozent-Beteiligung an i3 Broadband, diesmal vom Verkäufer Wren House. Details zum Kaufpreis dieses zweiten Deals nannte das Unternehmen nicht.
Zusammen sollen die Zukäufe den Glasfaser-Fußabdruck von T-Mobile um mehr als 1 Million zusätzliche Haushalte erweitern. Das ist die Botschaft, die der Konzern nach außen trägt: schnelles, zuverlässiges Internet für mehr Amerikaner.
T-Mobile US Aktie Chart
T-Mobile wird zum Festnetzspieler
Was dahintersteckt, ist strategisch kaum zu übersehen. T-Mobile hat den US-Mobilfunkmarkt in den vergangenen Jahren aufgemischt, die Kundenzahlen nach oben getrieben und die Konkurrenz unter Druck gesetzt. Doch der Mobilfunkmarkt ist gesättigt. Wachstum muss woanders herkommen, und Glasfaser ist der naheliegendste Weg. AT&T und Verizon sind dort längst aktiv, T-Mobile holt nun auf.
Die Joint-Venture-Struktur ist dabei interessant. T-Mobile kauft sich nicht vollständig ein, sondern teilt Risiko und Kontrolle. Ob das auf Dauer trägt oder nur ein erster Schritt ist, bleibt abzuwarten.
Abschluss frühestens 2027
Bis die Deals tatsächlich über die Bühne gehen, wird noch Zeit vergehen. Beide Transaktionen stehen unter dem Vorbehalt üblicher Abschlussbedingungen und behördlicher Genehmigungen, der Abschluss wird für die erste Hälfte 2027 erwartet. Citigroup berät T-Mobile auf der Finanzseite, gleich fünf Anwaltskanzleien begleiten die Transaktion rechtlich. Zwei Milliarden Dollar, fünf Anwaltskanzleien, ein Joint Venture. Das Glasfasergeschäft ist offenbar kein einfaches Terrain.
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