Sysco: Stark im Geschäft – aber bröckelt die Bilanz?

Bei Sysco Corporation überschlagen sich die Entwicklungen: Zahlen besser als erwartet, höheres Kursziel – doch die Schulden drücken auf die Stimmung.

Auf einen Blick:
  • Guggenheim hebt Kursziel auf 95 Dollar an, Rating bleibt Buy
  • Aktie notiert nahe Jahreshoch bei rund 90 Dollar
  • Anleihen müssen bald refinanziert werden
  • Moody’s senkt Rating, Ausblick aber auf stabil gesetzt

Bei Sysco Corporation geht es derzeit rund.

Info: Sysco ist der größte Lebensmittelgroßhändler für Restaurants, Hotels und Kantinen weltweit. Das Unternehmen mit Sitz in Houston beliefert gewerbliche Kunden mit Lebensmitteln, Getränken und Küchenbedarf.

Die Investmentbank Guggenheim hebt das Kursziel von 91 auf 95 Dollar an und bleibt bei ihrer Kaufempfehlung. Das klingt nach Rückenwind. Doch die Aktie notiert mit gut 90 Dollar bereits nahe ihrem Jahreshoch. Viel Luft nach oben scheint auf den ersten Blick nicht mehr zu bleiben.

Sysco Aktie Chart

Sysco: Warum also der Optimismus?

Der Schlüssel liegt in der Schuldenfrage. Sysco muss in den kommenden Jahren Anleihen im Volumen von rund 3,0 Mrd. Dollar erneuern. Ein Teil davon wird bald fällig.

Die alten Kredite laufen noch zu sehr niedrigen Zinsen. Neue Finanzierungen dürften teurer werden. Trotzdem erwartet Guggenheim nur einen moderaten Anstieg der Zinskosten. Die Gewinnprognosen bleiben stabil. Für 2026 und 2027 rechnen die Analysten weiter mit solidem Wachstum je Aktie.

Sysco: Zahlen schlagen Erwartungen

Die Zahlen von Sysco sind besser als erwartet. Hinweis: Das Geschäftsjahr geht von Juli bis Juni des Folgejahres. Das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 ging daher von Oktober bis Dezember 2025.

Quartalszahlen Q2/26 Sysco im Überblick

KennzahlGemeldetVeränderung
Umsatz20,76 Mrd. Dollar+ 3,0 Prozent
EBIT828 Mio. Dollar+ 6,7 Prozent
Gewinn389 Mio. Dollar– 4,2 Prozent
Free Cashflow385 Mio. Dollar+ 64,5 Prozent

Auch wenn der Gewinn gesunken ist, liegt er leicht über den Erwartungen. Operativ läuft das Geschäft also besser als vom Markt einkalkuliert. Auch im Vergleich zum Gesamtmarkt schlägt sich die Aktie auffällig gut.

Doch es gibt einen Dämpfer. Moody’s stuft die Bonität herab. Der Schuldenberg ist in den vergangenen Jahren schneller gewachsen als der Gewinn. Das Verhältnis von Schulden zu operativem Ergebnis hat sich verschlechtert. Immerhin hebt die Ratingagentur den Ausblick auf stabil an.

Was heißt das für Anleger?

Kurzfristig überzeugt die operative Stärke. Mittelfristig bleibt die Verschuldung ein Risiko. Wer investiert ist, sollte die Entwicklung der Kennzahlen genau beobachten. Hier entscheidet sich, ob der Höhenflug weitergeht – oder ob die Party bald endet.

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