Synopsys kommt in Schwung. Am Mittwoch kletterte die Aktie im Tagesverlauf weiter nach oben, gestützt durch positive Analystenstimmen und die jüngsten strategischen Weichenstellungen des Chip-Design-Spezialisten. JPMorgan unterstreicht in einer aktuellen Studie das Potenzial der Neuausrichtung auf wachstumsstarke „Silicon to Systems“-Märkte. Gleichzeitig sehen die Experten den EDA-Sektor (Electronic Design Automation) für 2026 robust aufgestellt – getrieben durch anhaltend hohe Investitionen in KI-Infrastruktur.
Fokus auf Kerngeschäft
Die Zuversicht der Analysten ist kein Zufall. Erst am 14. Januar hatte Synopsys den Verkauf seines Processor-IP-Geschäfts an GlobalFoundries bekanntgegeben. Mit der Veräußerung der ARC-Prozessor-Sparte und der zugehörigen ASIP-Tools schafft das Unternehmen Klarheit: Statt in einem Geschäftsfeld zu konkurrieren, das potenzielle Interessenkonflikte mit Silizium-Kunden birgt, konzentriert sich Synopsys künftig auf seine Stärken – EDA-Tools, Interface-IP und Systemanalyse. Analysten bewerten den Schritt als margenfreundlich und strategisch konsequent.
Nvidia-Partnerschaft bleibt Wachstumstreiber
Die Neuordnung ist Teil einer umfassenderen Strategie. Im Hintergrund läuft die Integration der 2-Milliarden-Dollar-Partnerschaft mit Nvidia, die im Dezember 2025 vereinbart wurde. Die Zusammenarbeit bringt Synopsys‘ Design-Tools mit Nvidias Rechenplattform zusammen, um Chip-Entwicklungen zu beschleunigen. Für Investoren ist das ein zentraler Baustein der KI-Wette: Synopsys positioniert sich als Infrastruktur-Anbieter für hochkomplexe KI-Chips – ein Bereich, der weit über klassische IP-Lizenzierung hinausgeht.
Hinzu kommt die Ansys-Übernahme, die seit Juli 2025 abgeschlossen ist. Die Multiphysik-Simulationen des übernommenen Unternehmens erweitern den adressierbaren Markt auf geschätzte 31 Milliarden Dollar und schaffen die nach Unternehmensangaben umfassendste End-to-End-Designplattform der Branche.
Nächste Bewährungsprobe
Die Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2026 werden Ende Februar erwartet. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von rund 14,40 Dollar für das Gesamtjahr – ein starkes zweistelliges Wachstum, das die Erwartungen an ein „Boomjahr“ in der Halbleiterbranche widerspiegelt. Entscheidend wird sein, ob sich die GlobalFoundries-Veräußerung und die Ansys-Synergien bereits in den Margen niederschlagen.
Am 11. und 12. März folgt die Converge-Konferenz, auf der Synopsys neue Produktsynergien aus der Ansys-Integration und der Nvidia-Kooperation präsentieren dürfte. Charttechnisch testet die Aktie derzeit Widerstände aus dem späten 2025 – ein nachhaltiger Ausbruch könnte den Beginn einer neuen Aufwärtsbewegung markieren.
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