Zwei Nachrichten treffen bei Symrise am selben Tag ins Schwarze: Goldman Sachs hebt die Aktie auf „Buy“ und kurz darauf ist auch die US-Kartelluntersuchung offiziell vom Tisch. Das sorgt für spürbare Erleichterung – und für frische Fantasie im Kurs. Wie nachhaltig ist dieser Rückenwind bis zu den nächsten Zahlen?
Goldman hebt Kursziel deutlich an
Goldman Sachs hat die Einstufung am Dienstag von „Neutral“ auf „Buy“ angehoben. Analystin Georgina Fraser setzte das Kursziel gleichzeitig spürbar nach oben: von 70 auf 83 Euro. Ihre Begründung: eine pro-zyklische Sicht auf die europäische Chemiebranche und erste Hinweise auf eine wirtschaftliche Belebung, die dem Sektor Rückenwind geben könnte.
In der Analyse verweist Fraser zudem auf einen hohen Absatzhebel sowie eine starke Marktpräsenz in den USA. Auffällig: Im selben Zuge stufte Goldman den Schweizer Wettbewerber Givaudan auf „Sell“ ab – das unterstreicht aus Sicht der Bank die relative Stärke von Symrise im aktuellen Umfeld.
DoJ beendet Kartelluntersuchung
Zusätzliche Unterstützung kommt von der rechtlichen Seite. Das US-Justizministerium (DoJ) hat die Kartelluntersuchung gegen Symrise offiziell eingestellt. In einem Schreiben vom 5. Februar, das am Montagabend breiter bekannt wurde, bestätigte die Behörde, keine rechtswidrigen Praktiken festgestellt zu haben.
Die Prüfung war Teil einer seit 2023 laufenden Branchenuntersuchung in der Duftstoffindustrie. Während Wettbewerber IFF im Oktober 2025 zur Beilegung von Teilen des Verfahrens 26 Millionen US-Dollar zahlte, kommt Symrise ohne Strafzahlungen oder Auflagen aus dem Verfahren.
Kursreaktion: DAX-Top-Performer am Dienstag
Die Kombination aus Upgrade und DoJ-Entscheid trieb die Aktie am Dienstagvormittag zeitweise um über 4% auf 74,70 Euro. In der Spitze wurden sogar Gewinne von über 6% gemeldet. Der Gesamtmarkt zeigte sich derweil stabil; der DAX pendelte um die Marke von 25.000 Punkten.
Der nächste konkrete Impuls folgt bereits in wenigen Wochen: Am 4. März will Symrise die Zahlen für das vierte Quartal sowie den Geschäftsbericht für 2025 vorlegen – dann wird sich zeigen, ob die neu geweckten Erwartungen auch operativ unterfüttert werden.
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