Während der Schweizer Leitmarkt am Dienstag zulegte, geriet das Papier von Swisscom unter Druck. Die Aktie verlor heute 3,1 Prozent auf 669,00 Euro und notiert damit 1,8 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 681,05 Euro. Ungeachtet der verhaltenen Kursentwicklung treibt der Telekommunikationskonzern operative Projekte zur Netzautomatisierung sowie zum Ausbau digitaler Sicherheitsdienste voran.
Autonome Netzsteuerung für das Italien-Geschäft
Im italienischen Markt bereitet die Tochtergesellschaft Fastweb + Vodafone den Einsatz eines digitalen Zwillings für das Telekommunikationsnetz vor. Bis zum Jahr 2030 strebt das Unternehmen die Autonomiestufe Level 4 nach den Standards des Branchenverbands TM Forum an.
In Zusammenarbeit mit dem Technologiepartner Celfocus und dem Cloud-Dienstleister AWS wird dafür ein virtuelles Abbild der Netzinfrastruktur mit knapp 100 Millionen Knoten und 120 Millionen Kanten aufgebaut.
Das System soll komplexe Betriebsentscheidungen automatisieren und die Analyse von Änderungen im Netz von bislang rund 30 Minuten auf unter eine Minute verkürzen. Durch die modellgestützte Überwachung soll das Alarmrauschen um 85 Prozent sinken. Zudem visiert das Unternehmen eine um 40 Prozent verkürzte Wiederherstellungszeit bei Fernreparaturen sowie 20 Prozent weniger manuelle Kontrollen an.
Abwehr von Spam-Anrufen und neue Schutz-App
Gleichzeitig verzeichnet der Konzern im Heimatmarkt eine hohe Auslastung seiner Schutzfilter gegen unerwünschte Werbe- und Betrugsanrufe. Im bisherigen Verlauf des Jahres 2026 registrierte Swisscom rund 102 Millionen verdächtige Anrufe, die auf sogenanntes Spoofing oder Spam zurückzuführen waren.
Davon blockierte das Unternehmen 65 Millionen Verbindungen vollständig, 30 Millionen wurden anonymisiert weitergeleitet und 7 Millionen erhielten einen Warnhinweis.
Seit Anfang 2026 greifen in der Schweiz strengere regulatorische Vorgaben. Betreiber sind verpflichtet, Anrufe aus dem Ausland mit mutmaßlich gefälschten Schweizer Rufnummern entweder zu blockieren oder für den Empfänger als unbekannt zu kennzeichnen.
Ergänzend zu den Netzkontrollen erweitert das Unternehmen das Angebot für Endkunden. Swisscom führte eine Sicherheitsanwendung namens Kids Security für die Mobilbetriebssysteme iOS und Android ein, eine Windows-Variante soll folgen.
Das Programm umfasst Optionen zur Kontrolle von Bildschirmzeiten, Filterregeln für Webinhalte und Apps sowie eine optionale Standortabfrage. Der Dienst kostet regulär 4,90 CHF pro Monat und setzt ein Mobilfunkabonnement des Anbieters voraus.
Swisscom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Swisscom-Analyse vom 07. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Swisscom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Swisscom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
