Swiss Re: Die Risiken nehmen zu!

Swiss Re kehrt mit einer neuen Katastrophenanleihe in den ILS-Markt zurück und warnt in einer Studie vor systemischen Risiken durch KI-getriebene Tech-Konzentration an den Finanzmärkten.

Auf einen Blick:
  • Neue ILS-Emission für Nordamerika-Risiken platziert
  • Studie warnt vor KI-bedingter Marktkonzentration
  • Potenzielle Billionenverluste bei Tech-Korrektur
  • Aktienkurs zeigt technische Schwächephase

Ein zentrales Signal kommt aus dem Katastrophenanleihe-Markt. Mit Matterhorn Re Ltd. (Series 2026-1) ist Swiss Re Anfang Januar in den ILS-Markt zurückgekehrt und sucht mindestens 125 Mio. US-Dollar an zusätzlicher Retro-Deckung. Die Struktur umfasst drei Tranchen, die Nordamerika-Spitzenrisiken wie Sturm und Erdbeben sowohl aggregiert als auch für Folgeereignisse absichern. Besonders die risikoreichste Class-C-Tranche zeigt, wie offensiv der Markt aktuell bepreist wird. Bei einer Attachment Probability von knapp 9 Prozent und einem Expected Loss von rund 7 Prozent liegt die Kupon-Guidance bei 14 bis 15 Prozent. Für Swiss Re ist das weniger ein Renditespiel als vielmehr ein klassisches Instrument des Risikomanagements.

Parallel rückt ein anderes Risiko stärker in den Fokus, das weniger meteorologisch, dafür umso systemischer ist. In der neuen Sigma-Studie „AI adoption is reshaping the risk landscape“ warnt Swiss Re vor der zunehmenden Konzentration an den Finanzmärkten auf wenige, stark KI-getriebene Tech-Titel. Ein Szenario, in dem die Bewertungsmultiples dieser Aktien dauerhaft um 20 Prozent sinken, könnte laut Studie mindestens 10 Billionen US-Dollar an globaler Marktkapitalisierung vernichten. Für Rückversicherer bedeutet das nicht nur höhere Volatilität in den Kapitalanlagen, sondern auch neue Risiken in den Bereichen Cyber-, Haftungs- und Systemdeckungen.

Swiss Re Aktie Chart

Keine klare Richtung zwischen den Zonen

Die Swiss-Re-Aktie hatte im vergangenen Jahr dreimal versucht, neue Hochs zu erreichen, ist dabei jedoch jedes Mal gescheitert. In der Folge geriet die Aktie unter Druck und fiel zunächst unter die 100-Tage-Linie und anschließend unter die Tiefs bei rund 135 CHF, eine wichtige Marke. Durch den Abverkauf und den zuletzt hohen Verkaufsdruck entstand zudem ein Gap zwischen 133 CHF und 137 CHF.

Sollte der Markt an der Unterstützungszone, die sich aus den Tiefs vom 7. April sowie der Trendlinie ergibt, wieder Kaufkraft zeigen, wäre ein Gap-Close die erste naheliegende Idee für die Aktie. Für einen weiteren bullischen Verlauf ist entscheidend, dass die Tiefs halten und nicht unterschritten werden. Ein Bruch darunter würde das Chartbild deutlich eintrüben.

Ihr Konrad

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