Swiss Re im Strategiewechsel: Das müssen Anleger wissen

Swiss Re fährt zweigleisig: Wachstum in Indien, Schutz vor Risiken in Nordamerika. Für Anleger stellt sich die Frage, wie klug dieser Spagat ist.

Auf einen Blick:
  • Indien wird neuer Wachstumstreiber
  • Cat Bond senkt Nordamerika-Risiken
  • Rückversicherungsmarkt bleibt angespannt
  • Aktie klar unter Jahreshoch

Bei Swiss Re tut sich einiges – und zwar an zwei Fronten gleichzeitig. Der Schweizer Rückversicherer greift nach Wachstum und zieht zugleich die Schutzweste fester an. In einem ohnehin nervösen Markt sorgt diese Doppelbewegung für Aufmerksamkeit.

Swiss Re schaut nach Indien

Auf der einen Seite richtet Swiss Re den Blick nach Osten. Indien rückt klar in den Fokus. Eine neue Analyse aus dem eigenen Haus sieht dort einen der stärksten Versicherungsmärkte der kommenden Jahre.

Swiss Re Aktie Chart

Die Prämien sollen bis 2030 deutlich schneller steigen als in China oder den USA. Treiber sind Autos, Gesundheit und eine stark wachsende Wirtschaft. Während Milliardenwerte ungeschützt bleiben, steckt der Markt noch in den Kinderschuhen. Genau diese Lücke macht Indien für Swiss Re so spannend. In Europa und anderen reifen Regionen wird das Geschäft härter, Preise geraten unter Druck. Wachstum muss also woanders herkommen.

Swiss Re schafft Planungssicherheit

Gleichzeitig schaut Swiss Re auf die Risiken im Kerngeschäft. In Nordamerika nehmen Extremwetter und Großschäden zu. Um sich dagegen abzusichern, greift der Konzern erneut auf den Kapitalmarkt zurück. Über eine spezielle Zweckgesellschaft platziert Swiss Re eine neue Katastrophenanleihe.

Info: Katastrophenanleihen (Cat Bonds) sind Wertpapiere, mit denen Versicherer große Naturkatastrophenrisiken an Investoren auslagern. Bleibt die Katastrophe aus, kassieren Anleger hohe Zinsen. Tritt sie ein, drohen Verluste.

Investoren übernehmen dabei einen Teil der Sturmrisiken. Für Swiss Re heißt das: weniger Belastung in der Bilanz, mehr Planungssicherheit.

Die Gründe für diese Strategie

Der Rückversicherungsmarkt hat sich gedreht. Analysten sprechen inzwischen von einem Käufermarkt. Kunden drücken auf die Preise, Margen stehen unter Beobachtung. Auch an der Börse spiegelt sich das wider. Die Aktie liegt 20,5 Prozent unter dem Jahreshoch.

Swiss Re reagiert aktiv auf den Wandel. Wachstum dort, wo es noch kaum Versicherung gibt. Absicherung dort, wo Schäden explodieren. Die Frage bleibt, ob beide Hebel schnell genug wirken. Klar ist nur: Stillstand ist für Swiss Re keine Option.

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