Swiss Re: Aktie im Sturzflug – Das sind die Gründe!

Die Aktie von Swiss Re hat sich nach einem starken Anstieg im letzten Jahr nun in einem Abwärtstrend wiedergefunden. Was müssen Anleger wissen?

Auf einen Blick:
  • Aktie fällt 20 Prozent von Mehrjahreshoch
  • Rückversicherungspreise sinken weltweit
  • Konkurrenz wächst durch neue Kapitalgeber
  • Enttäuschende Prognosen für 2026
  • Interne Probleme in Leben- und Gesundheitsgeschäft

Die Aktie von Swiss Re erreichte im Juli letzten Jahres ein Mehrjahreshoch bei 156,80 Franken. Die Aktie ist unter Druck und notiert mittlerweile rund 20 Prozent darunter. Der Abwärtstrend ist noch nicht beendet: Auf die Aktie von Swiss Re kommen harte Zeiten zu.

Swiss Re Aktie Chart

Margen sinken

Die Rückversicherungspreise fallen weltweit und drücken auf die Margen der großen Rückversicherer wie Swiss Re. In einigen Regionen, darunter Europa und die Schweiz, sind die Preise um bis zu 20 Prozent gesenkt worden.

Für Schweizer Erstversicherer wie Zurich und Helvetia bedeutet dies eine günstige Gelegenheit, doch für Swiss Re wird es schwieriger. Trotz einer soliden Profitabilität geht der Ausblick für das Swiss Re nur in kleinen Schritten nach oben – und das enttäuscht die Anleger.

Konkurrenz wächst

Der Rückversicherungsmarkt sieht sich einer zunehmenden Konkurrenz gegenüber. Neue Kapitalgeber, wie Pensionskassen und Private-Equity-Fonds, mischen kräftig mit und treiben die Preise weiter nach unten.

Katastrophenanleihen (Cat Bonds) werden von diesen Akteuren als stabile Renditequelle genutzt und steigern das verfügbare Kapital um 24 Prozent, was den Druck auf die traditionellen Rückversicherer verstärkt.

Swiss Re hat auch interne Probleme

Obwohl die Profitabilität immer noch hoch ist, gab Swiss Re einen enttäuschenden Ausblick für 2026 ab. Das Gewinnziel wurde nur leicht nach oben korrigiert, und der angekündigte Aktienrückkauf fiel enttäuschend aus.

Auch das Geschäft in den Bereichen Leben und Gesundheit bereitet Probleme. Die Kombination aus rückläufigen Preisen und internen Schwächen führte dazu, dass die Kaufempfehlung der Aktie zurückgenommen wurde. Aktionäre sollten sich auf eine schwierige Phase einstellen, nachdem die Aktie im vergangenen Jahr noch um 39 Prozent zulegte.

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