Eine Erleichterung macht sich heute rund um die Aktie von Swedbank breit. Die Notierungen schossen zum Handelsbeginn um satte 5 % nach oben. Der Grund dafür ist schnell gefunden und dürfte die Anleger wirklich freuen. Das US-Justizministerium hat seine Ermittlungen wegen Geldwäsche im Baltikum beendet, ohne eine Strafe zu verhängen.
Damit ist die größte rechtliche Bedrohung für die schwedische Bank nach Jahren endlich vom Tisch. Die Ermittlungen des DOJ waren der ernsthafteste Teil der rechtlichen Probleme von Swedbank im Zusammenhang mit dem massiven Geldwäsche-Skandal im Baltikum, der ursprünglich bei der Danske Bank aufgedeckt wurde. Analysten von Citi hatten noch mit einer Strafzahlung von umgerechnet rund 6 Milliarden schwedischen Kronen gerechnet.
Das DOJ hat bisher nicht mitgeteilt, warum die Untersuchung eingestellt wurde. Auch die US-Börsenaufsicht SEC hatte ihre Ermittlungen in derselben Angelegenheit bereits im vergangenen Jahr ohne Geldstrafe beendet.
Der Skandal belastete die Aktie jahrelang schwer
Der Geldwäsche-Skandal hatte die Swedbank-Aktie 2020 um ein Drittel abstürzen lassen. Die damalige CEO Birgitte Bonnesen wurde 2024 wegen irreführender Aussagen zu 15 Monaten Haft verurteilt, wobei der Fall nun vor dem Obersten Gerichtshof liegt. Schwedens Finanzaufsicht hatte Swedbank bereits 2020 mit einer damaligen Rekordstrafe von 4 Milliarden Kronen belegt.
Eine dritte Untersuchung durch das Department of Financial Services in New York läuft zwar noch weiter. Citi merkt jedoch an, dass von dieser Behörde nicht die Mehrheit der Strafen zu erwarten sei. Die Anleger dürften das ähnlich sehen und feiern heute erstmal die guten Nachrichten.
Für Swedbank bedeutet dieser Schritt einen wichtigen Befreiungsschlag. Die Bank kann sich nun ohne diesen Schatten auf ihr operatives Geschäft konzentrieren. Ob die Aktie ihren Höhenflug fortsetzt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.
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