Super Micro Computer-Aktie: Mitgründer tritt nach Anklage zurück!

Super Micro Computer trennt sich nach Anklage wegen mutmaßlichen Technologie-Schmuggels von Mitgründer Yih-Shyan Liaw und stärkt gleichzeitig die Compliance-Strukturen.

Auf einen Blick:
  • Mitgründer Liaw tritt nach Anklage wegen Chip-Schmuggels zurück
  • US-Justizministerium wirft ihm Beteiligung an 2,5-Milliarden-Dollar-Schema vor
  • DeAnna Luna wird neue Compliance-Chefin
  • Aktie steigt nachbörslich um 2 Prozent

Die Aktie von Super Micro Computer legte im nachbörslichen Handel am Freitag um 2 Prozent zu, nachdem das Unternehmen den sofortigen Rücktritt von Mitgründer Yih-Shyan Liaw aus dem Vorstand bekanntgegeben hatte. Das US-Justizministerium hatte Liaw am Donnerstag angeklagt, an einem Schema beteiligt gewesen zu sein, das US-amerikanische Server im Wert von 2,5 Milliarden Dollar über Taiwan nach Südostasien und letztlich nach China geschmuggelt haben soll. Neben Liaw wurden auch Vertriebsleiter Ruei-Tsang Chang und der Auftragnehmer Ting-Wei Sun angeklagt. Die Super Micro-Aktie war im Zuge dessen am Freitag um mehr als 30 % abgestürzt.

Vorstand schrumpft auf acht Mitglieder

Nach dem Ausscheiden von Liaw besteht der Vorstand des Herstellers von KI-Servern nun aus acht Direktoren. An der Ausschussstruktur des Gremiums ändert sich nach Unternehmensangaben nichts. Die sofortige Trennung von dem Mitgründer dürfte darauf abzielen, möglichen Reputationsschaden für das Unternehmen zu begrenzen.

Die Vorwürfe wiegen schwer: Dem Schema zufolge sollen die Beschuldigten US-amerikanische Technologie entgegen den Exportkontrollen nach China umgeleitet haben. Solche Verstöße gegen Handelsbeschränkungen werden von den US-Behörden zunehmend streng verfolgt, insbesondere wenn es um sensible KI-Technologie geht.

Super Micro Computer Aktie Chart

Neue Compliance-Chefin mit zwei Jahrzehnten Erfahrung

Gleichzeitig ernannte Super Micro Computer DeAnna Luna zur kommissarischen Chief Compliance Officer. Luna bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen globale Handels-Compliance, Governance und Risikomanagement mit. Sie war erst 2024 als Vice President of Global Trade & Sanctions Compliance zu Super Micro gekommen.

Zuvor hatte Luna bei Intel als Director Global Export Licensing & Classification gearbeitet und bei Teledyne Technologies die Position der Senior Director of Global Trade Compliance innegehabt. Ihre Ernennung erscheint als direkte Reaktion auf die aktuellen rechtlichen Herausforderungen und signalisiert den Versuch, die Compliance-Strukturen zu stärken.

Die positive Kursreaktion im nachbörslichen Handel lässt vermuten, dass Anleger die schnelle Reaktion des Unternehmens würdigen. Bleibt abzuwarten, welche weiteren Auswirkungen die Anklage auf das Geschäft von Super Micro haben könnte und wie sich die Ermittlungen entwickeln.

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