Super Micro Computer-Aktie: Das ist brutal!

Nachdem die Super Micro Computer-Aktie bereits in den letzten 5 Handelstagen um über 30% eingebrochen ist, setzt sie am Freitag ihre Talfahrt fort. Was ist da los?

Auf einen Blick:
  • Massive Kapitalerhöhung über 7 Mrd. USD
  • Vorfinanzierung von Kundenaufträgen
  • Ausgabepreis deutlich unter aktuellem Kurs

Die Super Micro Computer-Aktie stürzt dieser Tage ins Bodenlose. Nachdem der Kurs des Serverherstellers bereits in den letzten fünf Handelstagen um über 30 Prozent eingebrochen ist, geht es am Freitag um weitere sieben Prozent nach unten. Was zieht die Supermicro-Aktie so stark in die Tiefe?

Massive Verwässerung

Es ist eine Kapitalerhöhung, die den Kurs der Super Micro Computer-Aktie so massiv belastet.  Das Paradoxe an diesem Kurssturz ist, dass der Auslöser eine Nachricht über ein phänomenales Kundenwachstum ist. Allerdings fordert dieses Wachstum von den Aktionären einen extrem hohen Preis.

Supermicro gab bekannt, dass das Unternehmen in den letzten Wochen neue KI-Server-Aufträge im astronomischen Wert von 39 Milliarden US-Dollar einsammeln konnte. Um die dafür nötigen, extrem teuren Komponenten überhaupt vorab einkaufen und produzieren zu können, benötigt die Firma sofort frisches Geld.

Das Unternehmen führt deshalb eine gigantische Kapitalerhöhung im Gesamtvolumen von sieben Milliarden US-Dollar durch. Am gestrigen Donnerstag wurde der offizielle Ausgabepreis für die neuen Aktien auf gerade einmal 27,50 US-Dollar festgesetzt – ein massiver Abschlag zum vorherigen Kurs.

Weil dadurch Millionen neuer Aktien auf den Markt geworfen werden (darunter Stammaktien und wandelbare Vorzugsaktien), wird der Gewinnanteil der bisherigen Aktionäre brutal verwässert. Das schreckt Anleger kurzfristig massiv ab.

Und Sorge vor der Margenentwicklung

Gleichzeitig blickt die Börse mit Sorge auf die Profitabilität des Serverherstellers. Supermicro arbeitet im margenschwachen Servergeschäft ohnehin mit recht dünnen Bruttomargen (zuletzt rund 9,9 Prozent). Für das laufende Quartal hat das Management sogar einen Rückgang auf 8,2 bis 8,4 Prozent prognostiziert.

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