Super Micro Computer Aktie: 7 Prozent Minus nach Taiwan-Razzia

Ermittlungen gegen Mitarbeiter wegen illegaler KI-Server-Exporte nach China belasten die Aktie von Super Micro Computer massiv.

Auf einen Blick:
  • Aktie verliert rund sieben Prozent
  • Illegale Exporte von KI-Servern
  • Festnahmen von Mitarbeitern
  • Auftragsbestand über 60 Milliarden USD

Die Aktie von Super Micro Computer verliert massiv an Boden. Neue Details zu einer laufenden Untersuchung in Taiwan belasten das Papier schwer. Ermittler nehmen nun gezielt auch Mitarbeiter des Server-Spezialisten ins Visier.

Im Zentrum steht der Verdacht illegaler Exporte von KI-Servern nach China. Die taiwanischen Behörden weiteten ihre Ermittlungen auf Personal von Super Micro und eines wichtigen Chippartners aus. Berichten zufolge wurden bereits mehrere Personen festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Beteiligten vor, Geschäftsdokumente gefälscht zu haben. So gelangten etwa 50 Hochleistungsserver nach China und umgingen geltende Exportkontrollen. Super Micro betonte zuvor, selbst kein direktes Ziel der Ermittlungen zu sein. Die Festnahmen werfen jedoch neue Fragen zur internen Compliance auf.

Parallel dazu stabilisieren sich die Kosten für Speicherchips. Ein Bericht der Credit Suisse deutet darauf hin, dass die Preise ihren Höhepunkt erreicht haben könnten. Das ist eine gute Nachricht für die Margen von Serverherstellern.

Während Cloud-Anbieter die Nachfrage weiter antreiben, schwächelt der Bereich Unterhaltungselektronik. Für Super Micro bietet diese Entwicklung eine Chance zur Entlastung bei den Komponentenkosten. Dennoch dominieren aktuell die juristischen Risiken die Stimmung am Markt.

Die Aktie schloss am Dienstag bei 27,72 USD. Das entspricht einem Minus von rund sieben Prozent. Damit bleibt das Papier deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von gut 60 USD.

Trotz der Turbulenzen verweist das Management auf einen Auftragsbestand von über 60 Milliarden USD. Die Bruttomargen für das abgelaufene Quartal sollen zwischen 15 und 17 Prozent liegen. Ein günstiger Produktmix stützt diese Prognose.

Die endgültigen Zahlen für das vierte Geschäftsquartal 2026 folgen im August. Erst dann zeigt sich, ob der hohe Auftragsbestand die regulatorischen Hürden wirtschaftlich ausgleichen kann.

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