Super Micro-Aktie: Rekordumsatz, aber …

Super Micro Computer präsentiert neue Enterprise-KI-Plattform und meldet Rekordumsatz, kämpft jedoch mit sinkenden Margen im Wettbewerbsumfeld.

Auf einen Blick:
  • Aktie steigt nach Vorstellung neuer KI-Lösung
  • Rekordquartalsumsatz von 12,68 Milliarden Dollar
  • Bruttomarge sinkt auf 6,3 Prozent
  • Fokus auf profitableres Enterprise-Geschäft

Super Micro Computer legte am Mittwoch, 25. Februar, deutlich zu. Die Aktie kletterte im Handelsverlauf um rund 7,8 Prozent, nachdem der KI-Server-Hersteller eine neue Enterprise-AI-Plattform vorstellte. Entwickelt wurde die Lösung gemeinsam mit VAST Data und unter Nutzung von NVIDIA-Technologie. Das Timing war günstig: Kurz vor NVIDIAs Quartalszahlen rückte der gesamte KI-Infrastruktur-Sektor wieder ins Rampenlicht.

CNode-X zielt auf Unternehmenskunden

Laut einer Mitteilung vom 25. Februar präsentierte Supermicro die CNode-X Solution – eine vollintegrierte, schnell einsetzbare KI-Datenplattform in Zusammenarbeit mit VAST Data. Die Lösung bündelt Supermicros GPU- und Storage-Server, das VAST AI Operating System samt InsightEngine und DataBase sowie NVIDIAs offene Modelle, Microservices und Bibliotheken zu einem einheitlichen KI-Infrastruktur-Stack.

Die Plattform folgt NVIDIAs AI Data Platform Referenzarchitektur und nutzt GPU-Beschleunigung für Datenvektorisierung, Vektordatenbank-Suchen und Inferenz-Workloads. Zum Einsatz kommen Supermicros CloudDC AS-1116CS-TN und SYS-212GB-FNR Server mit NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Server Edition GPUs.

Vorgestellt wurde die Lösung auf der VAST Forward Konferenz in Salt Lake City vom 24. bis 26. Februar.

Strategischer Schwenk ins Enterprise-Geschäft

Der CNode-X-Launch unterstreicht Supermicros Fokus auf Unternehmenskunden. In diesem Segment fallen Preisgestaltung und Margen tendenziell günstiger aus als im Geschäft mit großen Rechenzentrumsbetreibern. Bereits im Earnings Call zum zweiten Geschäftsquartal am 3. Februar hatte das Management betont, das wachsende Enterprise-Geschäft solle die Margenbelastung ausgleichen.

Rekordumsatz – aber die Marge bröckelt

Im zweiten Geschäftsquartal 2026 (Ende Dezember 2025) erzielte Supermicro einen Rekordquartalsumsatz von 12,68 Milliarden Dollar – ein Plus von 123 Prozent gegenüber dem Vorjahr und 153 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die eigene Prognose von 10,0 bis 11,0 Milliarden Dollar wurde klar übertroffen.

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,69 Dollar und übertraf die Analystenschätzungen von 0,49 Dollar. Der Nettogewinn stieg auf 401 Millionen Dollar, nach 168 Millionen im Vorquartal.

Margendruck bleibt Problem

Trotz des Umsatzsprungs sank die Bruttomarge im zweiten Quartal auf 6,3 Prozent – nach 9,3 Prozent im ersten Quartal 2026 und 11,8 Prozent im Vorjahresquartal. Das Unternehmen führt den Rückgang auf die Kundenmischung zurück: Großkunden im Rechenzentrumsgeschäft diktieren die Preise stärker. Hinzu kommen Engpässe bei Komponenten wie Speicher und Storage sowie Zollbelastungen.

KI-GPU-Plattformen machten über 90 Prozent des Quartalsumsatzes aus. Das Enterprise- und Channel-Geschäft steuerte 2,0 Milliarden Dollar bei – etwa 16 Prozent des Gesamtumsatzes.

Jahresprognose bestätigt

Für das dritte Geschäftsquartal 2026 (Ende März) erwartet Supermicro einen Umsatz von mindestens 12,3 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von mindestens 0,60 Dollar. Die Jahresprognose von mindestens 40 Milliarden Dollar Umsatz wurde bekräftigt.

Zum 31. Dezember 2025 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von 4,1 Milliarden Dollar. Die Gesamtverschuldung aus Bankkrediten und Wandelanleihen belief sich auf 4,9 Milliarden Dollar.

Kursreaktion und Marktumfeld

Die Aktie notierte am 25. Februar bei rund 33,57 Dollar – ein Anstieg von 7,8 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Vortag bei 31,13 Dollar. Das Handelsvolumen lag bei etwa 31,4 Millionen Aktien, leicht unter dem durchschnittlichen Tagesumsatz von 33,6 Millionen Stück.

Nach Schwankungen in den Vormonaten profitierte der Titel von der Partnerschaft mit VAST Data und der allgemeinen KI-Euphorie vor NVIDIAs Quartalsbericht am Abend des 25. Februar. Auf Jahressicht steht allerdings ein Minus von etwa 39 Prozent zu Buche – ein Spiegel der Sorgen um die Margenentwicklung trotz starken Umsatzwachstums.

Was bedeutet das?

Mit der CNode-X-Plattform setzt Super Micro Computer verstärkt auf schlüsselfertige Enterprise-Lösungen. Das Unternehmen sieht darin einen Hebel für bessere Margen. Das Umsatzwachstum ist beeindruckend: eine Verdopplung binnen Jahresfrist. Doch der Absturz der Bruttomarge von 11,8 auf 6,3 Prozent in nur vier Quartalen zeigt die Kehrseite eines rasanten Wachstums im hart umkämpften KI-Infrastrukturmarkt. Ob Supermicro seine Margenstrategie im Enterprise-Segment erfolgreich umsetzen kann, ohne Tempo beim Umsatz zu verlieren, wird die kommenden Quartale prägen.

Super Micro Computer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Super Micro Computer-Analyse vom 26. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Super Micro Computer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Super Micro Computer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Super Micro Computer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)