Super Micro-Aktie: Der China-Skandal weitet sich aus!

Super Micro Computer sieht sich mit einer Sammelklage wegen angeblicher Verschleierung von China-Geschäften und Exportverstößen konfrontiert. Die Aktie verzeichnet deutliche Verluste.

Auf einen Blick:
  • Aktionäre reichen Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs ein
  • Chinesische Militär-Universitäten kauften Server mit verbotenen Nvidia-Chips
  • Kurseinbruch von über 28 Prozent nach Anklage von drei Unternehmensvertretern
  • Verkäufe nach China im Wert von mindestens 2,5 Milliarden Dollar

Die Lage bei Super Micro Computer spitzt sich weiter zu. Am Mittwoch reichten Aktionäre eine Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs ein. Der Vorwurf wiegt schwer: Das Unternehmen soll seine Abhängigkeit von China-Geschäften verschleiert und damit gegen US-Exportgesetze verstoßen haben. Die Klage wurde beim Bundesgericht in San Francisco eingereicht und richtet sich gegen den Zeitraum vom 30. April 2024 bis zum 19. März 2026.

Super Micro soll laut Klage die Geschäftsaussichten geschönt und den Aktienkurs künstlich aufgebläht haben. Verschwiegen wurde dabei angeblich, dass ein erheblicher Teil der Server-Verkäufe nach China ging und das Unternehmen gravierende Schwächen bei der Einhaltung von Exportkontrollen aufwies. Die Aktie war vergangene Woche bereits um mehr als 28 Prozent abgestürzt, nachdem drei Personen angeklagt wurden, beim Schmuggel von KI-Technologie im Wert von mindestens 2,5 Milliarden Dollar nach China geholfen zu haben.

Super Micro Computer Aktie Chart

Militär-Universitäten als Abnehmer der verbotenen Technologie

Jetzt wird das Ausmaß der China-Geschäfte deutlich. Reuters berichtet unter Berufung auf Beschaffungsdaten, dass vier chinesische Universitäten im vergangenen Jahr Super Micro-Server mit eingeschränkten KI-Chips gekauft haben. Darunter befinden sich zwei Institutionen mit direkten Verbindungen zur Volksbefreiungsarmee. Die Beihang-Universität in Peking beschaffte im März ein System mit vier Nvidia A100-Chips. Das Harbin Institute of Technology kaufte sogar einen Server mit acht A100-Chips.

Beide Universitäten gehören zu den sogenannten „Sieben Söhnen der Landesverteidigung“ und stehen auf der US-Exportverbotsliste. Die USA hatten bereits 2022 den Verkauf bestimmter Nvidia-Chips wie des A100 nach China verboten, da sie Chinas militärische Fähigkeiten stärken könnten. Wie die Server beschafft wurden, bleibt unklar. Super Micro selbst war nicht in der Anklage genannt und bezeichnet sich als Opfer eines ausgeklügelten Plans.

Zwei US-Senatoren forderten diese Woche Commerce Secretary Howard Lutnick auf, alle Exportlizenzen für fortschrittliche Nvidia-Chips nach China auszusetzen. Die Sammelklage verlangt nicht näher bezifferten Schadenersatz. Für investierte Anleger wird die Luft immer dünner, denn das Reputationsrisiko ist enorm geworden. Gestern verlor der Titel erneut 7,65 % an der New Yorker Börse.

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