SunOpta steht vor dem Rückzug von der Börse. Der Getränkeriese Refresco plant die Übernahme des Spezialisten für pflanzliche Milchalternativen für rund 1,1 Milliarden US-Dollar. Während die Weichen für den Verkauf grundsätzlich gestellt sind, werfen juristische Prüfungen heute Fragen zur Bewertung auf.
Details der Transaktion
Refresco bietet den Aktionären 6,50 US-Dollar je Aktie in bar. Dies entspricht einem Eigenkapitalwert von etwa 829 Millionen US-Dollar. Unter Berücksichtigung der Schulden in Höhe von rund 266 Millionen US-Dollar beläuft sich der Gesamtwert der Transaktion auf 1,1 Milliarden US-Dollar.
Die Verwaltungsräte beider Unternehmen haben der Vereinbarung bereits einstimmig zugestimmt. Die Übernahme soll über einen gerichtlich genehmigten Plan gemäß dem Canada Business Corporations Act vollzogen werden.
Juristische Prüfung eingeleitet
Heute gab die Anwaltskanzlei Kahn Swick & Foti bekannt, eine Untersuchung zum geplanten Verkauf eingeleitet zu haben. Die Juristen prüfen, ob die gebotenen 6,50 US-Dollar je Aktie fair sind oder ob das Unternehmen unter Wert verkauft wird.
Entspricht das Gebot der tatsächlichen Marktstellung des Pure-Play-Anbieters für pflanzliche Produkte? Die Untersuchung soll klären, ob der Prozess zur Preisfindung alle Potenziale ausreichend berücksichtigt hat. Solche Prüfungen sind bei Übernahmen dieser Größenordnung zwar üblich, könnten den Prozess jedoch verlangsamen.
Operative Änderungen und Ausblick
Infolge der Fusionspläne hat SunOpta die Veröffentlichung von Finanzprognosen mit sofortiger Wirkung eingestellt. Auch die üblichen Telefonkonferenzen zu den Quartalszahlen entfallen bis zum Abschluss der Transaktion. Das Unternehmen hatte sich zuletzt strategisch neu ausgerichtet und fokussiert sich nun vollständig auf das Geschäft mit pflanzlichen Getränken und Fruchtsnacks.
Im März 2026 erhalten die Anteilseigner detaillierte Informationen zum Verkauf in Form eines Rundschreibens. Die außerordentliche Hauptversammlung, auf der die Aktionäre über das Angebot abstimmen, ist für April 2026 geplant. Unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen soll die Übernahme im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden.
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