Die Japaner greifen zu. Sumitomo Forestry übernimmt den amerikanischen Hausbauer Tri Pointe Homes für satte 4,3 Milliarden Dollar. Der Kaufpreis liegt bei 47 Dollar je Aktie, was einem Aufschlag von 29 % auf den Schlusskurs vom 12. Februar entspricht. Verglichen mit dem 90-Tage-Durchschnitt zahlen die Japaner sogar 42 % mehr. Das ist eine klare Ansage.
Für Sumitomo ist das US-Geschäft längst kein Nebenschauplatz mehr. Bereits jetzt stammen rund 60 % des Konzerngewinns aus Amerika. Im Geschäftsjahr 2024 verkaufte man dort 11.267 Häuser und steht damit auf Platz 9 der größten Hausbauer in den USA. Mit Tri Pointe kommen weitere 6.460 verkaufte Einheiten hinzu. Die Zahlen von Tri Pointe können sich sehen lassen: 4,5 Milliarden Dollar Umsatz und 458 Millionen Dollar Nettogewinn im Jahr 2024.
Die Transaktion wird als sogenannter reverse triangular merger abgewickelt. Eine Tochtergesellschaft von Sumitomo verschmilzt mit Tri Pointe, wodurch die Amerikaner komplett unter japanische Kontrolle kommen. Die Finanzierung erfolgt zunächst über einen Brückenkredit, innerhalb eines Jahres soll dann eine dauerhafte Finanzierung stehen. Dabei setzt Sumitomo auf Bankkredite und Hybridfinanzierungen.
Der Sprung nach vorne ist gewaltig
Wichtig für Aktionäre ist die Aussage des Managements: Eine Verwässerung der bestehenden Aktien ist nicht geplant. Das deutet darauf hin, dass keine Kapitalerhöhung ansteht. Sumitomo will die Bonität nicht gefährden und setzt auf solide Finanzierung. Das klingt vernünftig, belastet aber natürlich die Bilanz mit zusätzlichen Schulden.
Mit diesem Deal katapultiert sich Sumitomo endgültig in die erste Liga der US-Hausbauer. Der amerikanische Markt bleibt attraktiv, auch wenn die Zinsen hoch sind. Die Nachfrage nach Eigenheimen ist strukturell da, und wer jetzt Marktanteile gewinnt, profitiert langfristig. Für Sumitomo ist das ein mutiger Schritt. Ob er sich auszahlt, hängt davon ab, wie schnell die Integration gelingt und ob der US-Immobilienmarkt nicht doch noch schwächelt. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Japaner richtig gerechnet haben.
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