Die Strooer-Aktie ist mit einem Kursplus von fünf Prozent im Laufe des Donnerstags einer der stärksten Werte im MDAX. Was gibt dem Werbeunternehmen heute Rückenwind?
Das belastet den Kurs
Das heutige Kursplus ist in Wahrheit eine optische Täuschung, denn es bezieht sich auf den bereinigten Kurs. Tatsächlich hat sich der Kurs der Strooer-Aktie heute um den Dividendenabschlag in Höhe von 1,85 Euro verringert. Unter Berücksichtigung dieses Abschlag ist die Aktie leicht im Minus.
Abseits des Dividendenabschlags gibt es handfeste Gründe, warum sich die Aktie des Außenwerbers seit vielen Monaten in einem echten Abwärtstrend befindet. Hauptbelastungsfaktor ist die schlechte Konsumstimmung in Deutschland.
Sie schlägt direkt auf die Werbebudgets von Unternehmen durch. Zudem läuft es bei den hauseigenen Töchtern wie der Kosmetikmarke Asam Beauty und dem Statistikportal Statista operativ derzeit weniger gut als erhofft.
Zudem ist der Strooer-Aktie derzeit ihre Übernahmefantasie abhanden gekommen. Im Mai zog sich der Finanzriese Blackstone aus den Verhandlungen für eine mögliche Übernahme zurück.
Und das auch noch
Und nicht zuletzt hat die US-Investmentbank Goldman Sachs die Ströer-Aktie erst am gestrigen Mittwoch mit von „Neutral“ auf „Verkaufen“ abgestuft und das Kursziel drastisch von 43 auf 37 Euro gesenkt. Die Strooer-Aktie verspürt demnach keinen echten Rückenwind und drängt sich gegenwärtig nicht zu einem Kauf auf. Der seit fast zwei Jahren anhaltende Abwärtstrend ist noch immer nicht gestoppt.
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