Der Außenwerber Ströer präsentiert gemischte Signale zum Jahresstart. Der bereinigte Free Cashflow verbessert sich drastisch. Gleichzeitig verliert der Konzern seinen Finanzvorstand.
Cashflow dreht ins Plus
Ein zentraler Wert im Quartalsbericht: der bereinigte Free Cashflow. Lag er im Vorjahr noch bei minus 35,1 Millionen Euro, sind es jetzt minus 9,7 Millionen. Eine spürbare Besserung. Das bereinigte EBITDA stieg um zwei Prozent auf 119 Millionen Euro. Das Konzernergebnis fiel dagegen von 12,7 auf 8,8 Millionen Euro – ein leichter Rückschlag.
Die operative Verbesserung resultiert aus einem disziplinierten Investitionsmanagement. Ströer setzt Kostenkontrollen konsequent um.
Wechsel im Finanzressort
Flankierend zu den Zahlen gibt es eine Personalie: CFO Henning Gieseke verlässt das Unternehmen im Juni 2026. Die Nachfolge auf Interimsbasis übernimmt Aufsichtsratschef Christoph Vilanek. Er wird die Finanzgeschäfte vorübergehend führen.
Der Abgang erfolgt in einer Phase des Umbruchs. Bereits Ende März hatte Co-CEO Christian Schmalzl den Konzern verlassen. Die Führungsetage ist somit im Wandel.
Kerngeschäft stabil
Im operativen Geschäft stützt sich Ströer auf das Segment Out-of-Home Media. Der Umsatz stieg dort um 5,4 Prozent auf 221 Millionen Euro. Besonders die digitale Außenwerbung wächst. Ein Beispiel: der neue Werbeträger „The Whale“ am Hamburger Hauptbahnhof.
Der Gesamtumsatz legte um vier Prozent auf 496 Millionen Euro zu. Das organische Wachstum betrug 1,1 Prozent. Randsegmente wie AsamBeauty und Statista schwächelten dagegen leicht.
Reaktion der Börse
Die Aktie reagierte verhalten. Am Mittwoch verlor sie 1,7 Prozent auf 39,04 Euro. Dabei hat sich der Titel seit dem 52-Wochen-Tief Ende März bei 29,60 Euro um rund ein Drittel erholt. Der RSI von 77 signalisiert jedoch eine technische Überhitzung der jüngsten Rallye. Der Abstand zum Hoch bei 55,40 Euro beträgt weiterhin rund 30 Prozent.
Ausblick: Dividende und Rückkauf
Das Management hält an der Prognose für 2026 fest. Die Nettoverschuldung lag Ende März bei 881 Millionen Euro – ein leichter Anstieg. Für die Aktionäre sind eine Dividende von 1,85 Euro je Aktie und ein Aktienrückkauf von 50 Millionen Euro eingeplant. Wie sich diese Maßnahmen auf die Kapitalstruktur auswirken, bleibt abzuwarten.
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